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Tipps für Flugreisen

Tipps und Tricks für lange Flugreisen

Stress beim Fliegen kann vermieden werden! Flugreisen sollten gut geplant werden, um die Anreise zum Urlaubsziel möglichst stressfrei zu halten. Besonders wichtig ist dies für lange Flugreisen, Reisen mit kleinen Kindern und für behinderte oder nicht so mobile Reisende

Bei uns erhalten Sie viele Tipps und Ratschläge, wie der Jetlag und seine Auswirkungen begrenzt werden können oder auch Hinweise zur Vermeidung von Thrombosen oder Reiseübelkeit. Extra Tipps gibt es für behinderte Reisende, Diabetiker, Senioren und Familien, die mit Kindern reisen.

Alle Tipps und Tricks sind kurz beschrieben und gut erklärt.

Aufregung und Flugangst während des Fluges

Nicht wenige Menschen geraten vor einer Flugreise in Panik. Oftmals löst sich diese auch im Flieger nicht.
Die einfachste Art und Weise, die Aufregung während der Reise zumindest etwas in den Griff zu bekommen, ist diese  "wegzuatmen". Schon unkomplizierte Atem- und Entspannungstechniken helfen, um sich besser zu fühlen. Am Besten setzen Sie sich gerade hin, stellen Ihre Füße flach auf den Boden und machen die Augen zu. Nun atmen Sie tief und langsam durch die Nase ein und halten den Atem dann für ca. 3 Sekunden an, bevor Sie wieder ruhig ausatmen. Dabei können Sie die Schultern entspannt absinken lassen und die Übung anschließend  5-10x wiederholen.

Unser Tipp: laden Sie sich ein Hörbuch herunter wie z.B. "30 Minuten gegen Flugangst" oder "nie mehr Flugangst". Hilfreich ist auch das Buch "warum sie oben bleiben". In ganz schlimmen Fällen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, es gibt auch leichte pflanzliche Beruhigungsmittel, die für Entspannung.

Reiseübelkeit und Turbulenzen während des Fluges

Die wichtigste Sicherheitsregel ist, den kompletten Flug über angeschnallt zu bleiben. Sollte es während des Fluges einmal zu Turbulenzen kommen, ist dies die effektivste Art, sich vor Verletzungen zu schützen.

Selbst für uns schwere Turbulenzen sind für das Flugzeig meist harmlos. Trotzdem verursachen diese natürlich Angst.

Die Bewegungen der Maschine spüren Sie am wenigsten in der Mitte der Kabine, optimal ist daher ein Platz über den Tragflächen. Sollten Sie dennoch leicht zu Übelkeit neigen, besorgen Sie sich rechtzeitig vor dem Flug Medikamente gegen Reiseübelkeit. Hier gibt es auch weniger starke Mittel die frei verkäuflich und ohne Rezept zu bekommen sind. Am Besten Sie nehmen das Medikament ca. 1 Std. vor Beginn des Fluges ein, so hat es ausreichend Zeit, seine Wirkung zu entfalten. Kaugummmis können auch noch eingenommen werden, wenn die Übelkeit schon eingetreten ist. Für Babys und Kleinkinder sind jedoch Zäpfchen die schnellste Methode. Sollten Sie bereits erbrechen, helfen nur noch Tropfen die den Wirkstoff Metoclopramid enthalten oder ebenfalls Zäpfchen.  Die meisten Mittel gegen Reiseübelkeit machen übrigens müde.

Essen und Trinken an Bord

Versuchen Sie an Bord viel zu trinken, mindestens 150 ml pro Stunde, Kaffee und Alkohol ausgenommen. Mittlerweile sind die Getränke oft kostenpflichtig, oftmals wird aber eine Flasche Wasser kostenfrei zu Verfügung gestellt. Verzichten Sie trotzdem nicht auf trinken. Das Essen können Sie dagegen eher einschränken. Bei vielen Airlines können Sie sich auch Sonderessen bestellen, diese sind in der Regel kostenlos.

Unser Tipp: probieren Sie doch einmal eine Obstplatte. Diese ist gesund und leicht verdaulich. Wir haben diese z.B. bei der Singapore Airlines schon genossen. Bitte beachten Sie, dass Sonderessen bei uns angemeldet werden müssen.

Thrombosen auf Flugreisen

Das lange Stillsitzen und die eingeschränkte Bewegung sind die Ursache für eine Beinvenenthrombose. Dem entgegen wirken können Sie, indem Sie Plätze am Gang wählen und so immer wieder einmal aufstehen können. Vermeiden Sie auch das besonders bei Frauen so beliebte "Beine übereinanderschlagen".

Übungen für Beine und Füße sind ebenfalls hilfreich, lassen Sie die Füße kreisen und ziehen Sie die Zehen immer wieder einmal nach oben. Die Taille sollte nicht eingeschnürt werden, tragen Sie daher lockere Kleidung. Kompressionsstrümpfe sind auf Langstreckenflügen auf jeden Fall empfehlenswert, sie verhindern ein Anschwellen der Beine und fördern den Blutfluss. Sollten Sie zu den Risikopatienten für eine Thrombose gehören, sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt. Er verschreibt Ihnen wenn nötig blutverdünnende Medikamente (Heparinmedikamente), die Sie sich in der Regel vor dem Flug spritzen müssen.

Unser Tipp: überlegen Sie die Buchung eines XL Sitzes, oder einen Platzes am Notausgang, dies sind die beiden günstigsten Möglicheiten um mehr Platz während des Fluges zu bekommen. Eine andere Überlegung ist die Buchung der Premium Economy Klasse, die einiges mehr an Platz und Komfort bietet und dadurch ein viel entspannteres Fliegen ermöglicht.

Jetlag nach Flugreisen

Wenn Sie durch vier oder mehr Zeitzonen fliegen, werden Sie nach der Ankunft sicher einen Jetlag verspüren. Durch den gestörten Wach-Schlaf-Rhythmus können Ihre Entscheidungsfähigkeit und Ihre Aufmerksamkeit eingeschränkt sein. Manchmal fühlt man sich nach einem langen Flug wie erschlagen.

Grob kann man sagen, der Jetlags so viele Tage andauert wie Zeitzonen durchflogen wurden. Ein Jetlag von 8 Stunden dauert also ca. 8 Tage, bis der Körper diesen verarbeitet hat. Generell braucht der Körper bei Flügen von West nach Ost länger, um sich an den neuen Tagesrhythmus anzupassen, als umgekehrt.

Es macht auch einen Unterschied in welcher Verfassung Sie sich befinden. Reisen Sie gestresst, verkraftet Ihr Körper die Zeitumstellung noch schlechter. Versuchen Sie bereits vor dem Abflug sich an die neue Zeit am Urlaubsort zu gewöhnen indem Sie Ihre Schlafenszeiten ein wenig auf die neue Zeit umstellen.

Achten Sie auch etwas auf die Abflugszeit, oftmals ist es angenehmer in der Nacht zu fliegen und im Flieger zu schlafen um dann "ausgeschlafen" am Urlaubsort anzukommen.

Sollten Sie nachts fliegen, essen Sie besser nur eine kleine Mahlzeit und verzichten auf das komplette Abendessen. Sagen Sie dem Flugpersonal Bescheid, dass Sie bis zum Frühstück nicht gestört werden wollen und versuchen Sie früh und viel zu schlafen. Am Zielort angekommen, sollten Sie sich tagsüber so viel wie möglich dem Sonnen- bzw. Tageslicht aussetzen, um Ihren Körper so an die neue Zeit zu gewöhnen. In den USA ist bspw. auch Melatonin frei verkäuflich, was eine ähnliche Wirkung auf den Organismus hat.

 

Auf Reisen und im Flieger mit den Kleinsten

Das größte Problem bereitet Babies aber auch Kindern der Druckausgleich im Flugzeug, da sie diesen nicht selbstständig durchführen können. Sorgen Sie daher dafür, dass Ihre Kinder bei Start und Landung immer etwas zum Kauen haben. Hier hilft ein Bonbon, ein Keks, später auch ein Kaugummi. Wahlweise können Sie auch zu Trinken geben, damit Ihr Kind schlucken muss. Ein abschwellendes Nasenspray sollte im Fall einer Erkältung zusätzlich gegeben werden, sobald die Maschine die Reiseflughöhe verlassen hat.

Insgesamt vertragen Kinder Flugreisen viel besser als viele Eltern befürchten.

Unser Tipp: denken Sie daran, dass Ihr Reisebüro kostenloses Kinderessen für Ihr Kind bestellen kann. Für kleine Kinder gibts auch Babyessen und für Kleinkinder bis 6 Monate wird auch ein Babykörbchen während des Fluges bereit gestellt. Allerdings nur wenn dieses auch angemeldet wird.

Fliegen in der Schwangerschaft

Schwanger und Flugreisen, da stellt sich oft die Frage ob man den Urlaub lieber stornieren soll. Bis zur 36. Schwangerschaftswoche gibt es bei komplikationslosen Schwangerschaften keine Einschränkungen bei Flugreisen. Am Besten legen Sie Ihre Beine nach Möglichkeit hoch und tragen während des Fluges Kompressionsstrümpfe.

Viel wichtiger ist die Entscheidung, ob Ihr Urlaubsziel zu Ihrer Schwangerschaft passt und ob Sie sich möglichen Gefahren durch Infektionskrankheiten aussetzen.

Senioren auf Flugreisen

Auch im Alter gibt es kaum Einschränkungen für Flugreisen. Achten Sie besonders darauf viel zu trinken (kein Alkohol, kein Kaffee) und nur leichte Speisen während des Fluges zu sich zu nehmen. Sitzen Sie am Gang, führen Sie im Sitzen kleine gymnastische Übungen durch. Bleiben Sie angeschnallt um Verletzungen zu vermeiden, sollte es zu Turbulenzen kommen.

Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, sollten Sie für den Fall, dass sich Ihr Flug verspätet, eine aureichend große Menge an Medikamenten im Handgepäck mitführen. Die verordneten Medikamente lassen Sie am Besten vorher von Ihrem Arzt in einem internationalen Notfallausweis eintragen.

Tipps für mobilitätseingeschränkten Passagiere

Keine Angst wenn Sie nicht so mobil sind. Für Sie gibt es besondere Möglichkeiten, besondere Plätze an Bord, Betreuung und Unterstützung am Flughafen, Rollstuhlservice vom Gate bis an Bord, Umsteigehilfe für Passagiere die nicht so lange gehen können. Manche Airlines führen auf langen Strecken sogar einen Bordrollstuhl mit, auch Ihren Rollstuhl können Sie kostenfrei mitnehmen (nicht jedoch im Flugzeug nutzen). Wichtig ist jedoch, dass Sie uns informieren, wenn Sie Hilfe benötigen (z.B. beim Umsteigen oder einen Rollstuhl, oder einfach nicht so weit gehen können). Alle diese Services sind wirklich umsonst, müssen aber angemeldet werden.


Tipps für Diabetespatienten auf Flugreisen

Insulinpflichtige Diabetiker sollten vor der Reise auf jeden Fall mit dem behandelnden Arzt die Art und Menge der benötigten Insulininjektionen besprechen und einen detaillierten Injektionsplan für die Reise aufstellen. Ein Teil des Insulins sollten Sie im Handgepäck mit sich führen und den Rest in das aufgegebene Gepäck packen. Die Temperatur im Frachtraum liegt zwischen 2 und 18 Grad, also immer im positiven Bereich. Daher werden Insulin und die meisten anderen Medikamente beim Transport im Frachtraum nicht beschädigt.

Medizinische Ausrüstung an Bord eines Flugzeugs

Etwa ein Vorfall pro 14.000 bis etwa 40.000 Passagieren ereignet sich in der Luft, daher verfügen Airlines bei Langstreckenflügen über eine medizinische Ausrüstung an Bord.

Die Ausstattung variiert von Airline zu Airline. Deutsche und innereuropäische Vorschriften sehen einen Mindeststandard für die medizinische Versorgung vor. In Europa gelten die Vorschriften der EASA (European Aviation Safety Agency)  sowie der Joint Aviation Authorities (JAA). Alle Flugzeuge müssen einen Erste-Hilfe-Koffer (First Aid Kit) mitführen un die Crew muss geschult werden, die darin enthaltenen Hilfsmittel im Notfall auch anzuwenden. Der Erste-Hilfe-Koffer ist zur Behandlung kleinerer medizinischer Vorfälle wie Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, leichtes Fieber etc. geeignet.

Darüber hinaus müssen Flugzeuge die mehr als 30 Sitzen haben, ein sogenanntes Emergency Medical Kit mitführen, das von den Flugbegleitern auch verwendet werden kann.  Es ist jedoch nicht vorgeschrieben, was hier enthalten sein muss. Empfohlen wird beispielsweise ein Blutdruckmessgerät, Einweghandschuhe, Sauerstoff, ein Stethoskop, ein automatischer  Defibrillator sowie weitere Medikamente wie Antihistaminika und Antiphlogistika.

Für Notfälle an Bord wird so gut wie möglich gesorgt, bis der Pilot den nächsten Flughafen anfliegen kann. Auch Kinder sind während eines Fluges schon entbunden worden....

 

 

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