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Tauchen auf Bali - ein Tauch-Reisebericht

2016-10-17 17:19
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Tauchen auf Bali - ein Erfahrungsbericht

Bunte Unterwasserwelt Indonesiens
©Norbert Binder

Es ist wieder soweit. Tauchen vor Bali steht an. Die Insel der Götter hat nicht nur über Wasser etwas zu bieten, sondern auch unter. Eine Kombination ist mein Traum eines perfekten Urlaubs. Über 200 Tauchgänge habe ich bereits in diesen Gewässern gemacht und trotzdem ist mir noch nie langweilig gworden. Noch nie habe ich gesagt, den Spot kenne ich schon, denn jedes Mal erwartet mich wieder Neues.
 
Ich starte im Norden der Insel und wohne im Teluk Karang. Eine bezaubernde und familiäre Anlage, sehr individuell und liebevoll geführt von Iluh und Ihrem Team. Wer die Ruhe sucht ist genau richtig. Die Bungalows sind sehr groß, verfügen über ein offenes Bad, alles sehr sauber und gepflegt. Ein Traum! Die kleine Anlage verfügt über ein kleines, aber feines Hausriff, das in alle Richtungen bequem von Land aus betaucht werden kann. Besonders der Critterplatz hat es mir angetan, das Herz eines Makro-Fans schlägt höher. Natürlich sind auch Ausflüge mit dem Boot zu anderen Spots möglich und natürlich mit dem Auto zur legendären U.S.A.T. Liberty, ein Wrack, das vor Tulamben in geringer Tiefe liegt. Meine Reise geht aber bereits nach wenigen Tagen weiter, denn die Liberty wartet auf mich und zwar direkt in Tulamben.
 
In Tulamben wohne ich wie immer im Matahari, mein Tauch-Buddy, der im Süden der Insel lebt kommt und wir tauchen was das Zeug her hält. Succi, die Besitzerin der kleinen Anlage ist hilfsbereit wie immer, die Zimmer sehr einfach und zweckmäßig. Aber es reicht, da ich eh den ganzen Tag im Wasser bin und dazwischen einen frisch gepressten Saft oder Wasser im Restaurant geniesse. Das Essen ist übrigens vorzüglich hier. Das Tauchen läßt keine Wünsche offen. Die Liberty ist tags als auch nachts einfach betauchbar, von daher auch für Anfänger geeignet, liegt in geringer Tiefe und in unmittelbarer Strandnähe. Von daher geht es zu Fuß ins Wasser. Allerdings hat der Tauchtourismus stark zugenommen und wenn die Tauchbusse aus dem Süden am Vormittag anrollen, sollte man wieder draußen sein und dann wieder hinein gehen, wenn sie wieder abgefahren sind. Beim Nachttauchgang fühle ich mich wie in "Star Wars". So manch ein Lichtschwert blendet mich und der ein oder andere Taucher meint, sich von oben direkt auf mich fallen lassen zu können. Hört sich jetzt schlimm an, ist aber auch ein Erlebnis und durchaus zu vermeiden, wenn man die Uhr für den perfekten Tauchgang im Blick hält und nicht mit allen anderen taucht.
 
Es gibt aber nicht nur das Wrack. Direkt vor dem Matahari in Tulamben liegt Succis Place, ein schöner Tauchplatz, an dem das Hotel verschiende Skulpturen aufgestellt hat, die unter Wasser warten und je nach Tageslicht sehr mystisch anmuten. Auch der Drop-off hat immer etwas zu bieten, die riesige rote Gorgonie auf 30 Metern ist ein schönes Ziel. Auf dem Weg findet man überall verschiedenste Nacktschnecken, Fischschwärme, Oktopusse, Drachenköpfe, Barakudas uv.m. Besonders die riesige Herde Büffelkopfpapageienfische, die nachts im Wrack schläft ist ein Erlebnis. Wir treffen sie morgens als sie ihr Nachtlager verlassen und sie lassen uns friedlich mit ziehen. Ein schönes Erlebnis. Dann wird der Blick allerdings abgelenkt von den zwei Napoleons und dannn auch gleich von den zwei Schwarzpitzenriffhaien. Groß und Klein haben sich wieder einmal in dieser Region in Fülle gezeigt.
 
Ich fahre in den Süden weiter. Der Kulturschock ist wieder groß. Viele Autos, viel Lärm, viel Menschen. Nach dem beschaulichen Norden und Nordosten der Insel bedeutet dies eine Umstellung. Im Süden gibt es Hotels in Hülle und Fülle. Für jeden Geldbeutel ist etwas dabei. Ich steige im Süden immer im Ort Sanur ab, weil es zum einen noch nicht zur Partymeile mutiert ist wie Kuta oder Legian, aber auch weil die Freunde in der Nähe wohnen und auch weil man mit dem Boot sehr gut zu den Inseln Lembongan und Penida kommt. Wieder tolle Tauchspots. Allerdings aufgrund der Strömungen nicht unbedingt immer für Einsteiger geeignet. Die Crystal Bay ist unberechenbar, jedes Jahr verschwinden einige Taucher in den Strömungen und tauchen nie wieder auf. Warum man trotzdem hinfährt? Nun, die meisten von uns wollen eine Chance auf Mondfische haben, die man August bis September häufiger dort treffen kann.
 
Ein anderes Highlight sind Manta Point oder Manta Bay. An einem der beiden Plätze warten bestimmt Mantas. Dieses Jahr in sehr großer Anzahl. Ca. 20 dieser wunderschönen Mantarochen ziehen über mich, getragen werden ich immer nach vorne und hinten und oben und unten durch einen kräftige Schwell. Auch Blue Corner bietet die Chance auf Großfisch, da oftmals sehr heftige Strömungen hindurch ziehen.
 
Egal wo, ob auch Menjangan im Nordwesten der Insel, ob im Osten vo Candi Dasa oder Padang Bai, die Tauchplätze sind in großer Anzahl vorhanden, jeder von ihnen bietet etwas anderes - von Critter bis Großfisch - und von daher ist es für mich auch kein Problem, die nächsten 100 Tauchgänge dort zu machen. Die Korallenbleiche hat der Unterwasserwelt schon einiges genommen, die Wassererwärmung fordert ihren Tribut, aber diesem Phänomen stellen wir Taucher uns auf der ganzen Welt. Zum einen ist es das weltbekannte Phänomen El Nino, das in Zyklen auftritt, zum anderen sind es aber auch wir Menschen. Von daher mein Appell, geht sorgsam mit dieser Welt um, über und unter Wasser!

Bildrechte bei Norbert Binder!

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