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Die Angst vorm Fliegen

29.11.2018 12:31
von Saskia Suhr
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Flugangst - die Angst vor dem Fliegen

Flugzeugflügel mit Sonnenaufgang im Hintergrund
Über den Wolken

Ich sitze neben meinem Mann im Flugzeug auf dem Flug in unseren Bali Urlaub. Ich nehme seine Hand und obwohl die Maschine noch nicht einmal gestartet ist, sind seine Hände nass. Ansprechen sollte man ihn in diesem Moment besser nicht mehr, denn die absolute Angespanntheit bleibt mindestens bis wir die notwendige Flughöhe erreicht haben. Oben angekommen bleibt nur die Hoffnung, dass der Flug möglichst ruhig verläuft.

So wie meinen Mann geht es rund 15 % aller Deutschen und weitere geschätzte 20 % fliegen einfach sehr ungern. Oft zeigen sich die Zeichen der Flugangst sogar körperlich: Herzrasen, Panik, Atemnot, Übelkeit und Schwindel sind die typischen Anzeichen. Je nach dem wie ausgeprägt die Flugangst ist, steigen die Passagiere erst gar nicht in ein Flugzeug.

So kommt es häufiger vor als man denkt, dass Menschen Europa noch nie verlassen haben, obwohl eine Reise nach Bali sie durchaus locken würde.

Ich persönlich bin froh, dass mein Mann überhaupt mit mir in ein Flugzeug steigt.

Ihm ist wichtig, dass es sich bei den Fluggesellschaften am besten um eine deutsche Fluggesellschaft handelt. Und wenn der Pilot dann auch noch Peter Müller heißt, umso besser. Aber auch das ist eine typische Denkweise. In den Köpfen prägen sich Bilder wie das Selbstmordattentat des Germanwings Piloten ein (ok, das war ein Deutscher, was das vorherige Argument wohl aushebelt) und während Menschen ohne Flugangst so etwas relativ schnell wieder vergessen, denkt ein Mensch mit Flugangst noch Jahre später daran.

Menschen mit Flugangst beschreiben das Gefühl, wenn sie ein Flugzeug betreten, mit einem absoluten Ausgeliefertsein. Ein anderer Mensch, eine Maschine haben dein Leben in der Hand. Aber ist das nicht auch so, wenn wir mit dem ICE unterwegs sind oder bei der besten Freundin ins Auto steigen?

Für einen Menschen ohne Flugangst ist das vergleichbar und auch logisch. Ein Mensch mit Flugangst tut sich da schwerer. Bei den anderen 15 % basiert die Angst auf Kontrollverlust und Platzangst. Diese Ängste liegen oft nah beieinander.

 

Aber was tun gegen die Flugangst?

Viele ertränken die Angst in Alkohol, den es ja auf den meisten Flügen zu erwerben oder sogar noch kostenlos gibt. Das endet aber oft anders als gewollt und ist nicht wirklich empfehlenswert. Statt die Angst in Alkohol zu ertränken oder sich durch Tabletten selbst auf Sparflamme zu halten, sollte man lieber auf Entspannungsübungen setzen.

Ein Versuch wert sind auch homöopathische Mittel wie Aconitum napellus D12, Argentum nitiricum D12,Belladonna D12, Borax D12 oder die bekannten Rescue Tropfen. Hier sollte man sich aber an einen Naturheilkundler oder Apotheker wenden, damit das Mittel auch zu den Symptomen passt. 

Um Entspannungsübungen zu Erlernen und auch in der Praxis umzusetzen, werden in Deutschland Seminare angeboten, die allerdings mit etwa 800,- Euro sehr kostspielig sind und über mehrere Tage gehen.Sicherlich nicht die Lösung für jeden Geldbeutel.

Doch auch die kleinen Dinge wie z.B. weite Kleidung tragen zum Wohlfühlempfinden bei. Zu enge Hosen, das Hemd bis zum Hals zugeknöpft oder zu enge Oberteile erhöhen die Spannung buchstäblich.

Besser ist der bequeme Schlabberlook, optimal in mehreren Schichten übereinander, sodass man sich beim Schwitzen ausziehen oder beim Frösteln wärmer anziehen kann.

Ganz nach dem Motto „Wissen beruhigt“ hilft es auch, sich mit einem Fachmann zu unterhalten oder entsprechende Fachliteratur zu lesen. Mittlerweile gibt es auch prima Hörbücher zum Thema, die man während des Fluges anhören kann und die für etwas Entspannung sorgen können.

Fragen die immer wieder in den Köpfen rumschwirren und die Menschen mit Flugangst auf jedem Flug begleiten werden so beantwortet. Sind das Turbulenzen? Warum wackelt die Maschine so? Was war das für ein Geräusch? Faktenorientierten Menschen hilft Information und nachfragen hilft, auch während des Fluges.

Es gibt aber auch Fakten, die man als Laie gar nicht kennt, wie zum Beispiel, dass sich bei einem Jumbo die Tragflächenspitzen bei heftigen Turbolenzen bis zu 8 Meter nach oben und unten biegen können, ohne das irgendetwas passiert. „Ein Jumbo fällt nicht einfach vom Himmel“, meint Jörg Handwerg von der Pilotenvereinigung Cockpit.

Wer unter Flugangst leidet, sollte darüber sprechen und sich eventuelle Ursachen bewusst machen. Hat man es in ein Flugzeug geschafft, ist die richtige Sitzplatzwahl ebenfalls ausschlaggebend, wie entspannt der den Flug verläuft. Heutzutage gibt bei den meisten Fluggesellschaften XL-Seats mit mehr Beinfreiheit. Dadurch fühlt man sich weniger eingeengt und leidet nicht noch zusätzlich an Platzangst.

Ein weiterer Trick ist, nicht mit leerem Magen ins Flugzeug zu steigen. Viele Fluggäste mit Flugangst haben Angst zu Erbrechen und essen daher meist wenig bis gar nichts vor dem Flug. Doch dann entstehen oft andere Probleme wie zum Beispiel ein verrücktspielender Kreislauf.

Wenn das alles nicht hilft und man seine Flugangst nicht überwinden kann, bleibt wohl nur noch die Reisemöglichkeit mit dem Auto oder der Bahn. Auch in Europa gibt es wunderschöne Ecken und das Reisen im eigenen Land wird von Jahr zu Jahr populärer.

Wir sehen uns als Spezialisten für Reisen nach Bali und in die Ferne, schätzen aber auch das eigene Heimatland und Europa als Reiseziel. Gerne beraten wir dementsprechend und erstellen das perfekte Angebot, egal ob Sie mit dem Flugzeug oder dem eigenen Auto anreisen möchten.

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