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AllgemeinesFläche: 1.912.988 qkm. Bevölkerungszahl: 207.022.000 (1999). Bevölkerungsdichte: 108 pro qkm. Hauptstadt: Jakarta (Java). Einwohner: 9.341.400 (1996). Geographie: Indonesien besteht aus den sechs Hauptinseln Sumatra, Sulawesi, Java, Bali, Kalimantan (Teil von Borneo) und West Papua (Irian Jaya, westliche Hälfte Neuguineas) und 30 kleineren Archipelen. Insgesamt besteht Indonesien aus über 13.000 Inseln, von denen 6000 unbewohnt sind, die sich über 5150 km erstrecken und in der Vulkanzone mit über 300 zumeist erloschenen Vulkanen liegen. Landschaftlich gesehen sind die Inseln recht unterschiedlich; einige haben Berge oder Hochebenen, andere bestehen aus flachen Küstenebenen und Schwemmland. Anmerkung: Die frühere indonesische Provinz Osttimor ist seit dem 20. Mai 2002 unabhängig und wird in einem eigenen Länderprofil dargestellt (s. Osttimor). Staatsform: Präsidialrepublik seit 1945. Verfassung von 1945, letzte Änderung 1969. Zweikammerparlament: Abgeordnetenhaus mit 500 Mitgliedern und Beratende Volksversammlung mit 700 Mitgliedern. Staatsoberhaupt und Regierungschefin: Megawati Soekarnoputri, seit 2001. Vizepräsident: Hamzah Haz, seit 2001. Unabhängig seit 1949 (ehemalige niederländische Kolonie). Sprache: Amtssprache ist Bahasa-Indonesisch. Jede ethnische Gruppe hat ihre eigene Sprache. Es werden rund 250 Sprachen und Dialekte gesprochen. Englisch, Niederländisch und Arabisch sind Schulpflichtsprachen. Die ältere Generation spricht eher Niederländisch als Zweitsprache, die jüngere eher Englisch. Religion: 88% Moslems, 10% Christen, 2% Hindus (vor allem auf Bali), 1% Buddhisten sowie Anhänger von Naturreligionen in abgelegenen Regionen. Ortszeit:
Drei Zeitzonen: Netzspannung: 220 V, 50 Hz, in ländlichen Gegenden zuweilen auch 110 V, 50 Hz. Post- und Fernmeldewesen: Telefon: Selbstwählferndienst in den größeren Städten. Selbst in kleineren Städten gibt es Telefonbüros, von denen man problemlos ins Ausland telefonieren kann. Viele Hotels verfügen über öffentliche Telefone, die Telefonkarten oder Kreditkarten akzeptieren. Landesweit gibt es Telekommunikationszentren, warung telekomunikasi (WARTEL), in denen internationale Anrufe getätigt und empfangen werden können. Rufnummern für Notfälle sind: 110 (Polizei), 118 (Ambulanz für Verkehrsunfälle), 119 (Notarzt) oder 113 (Feuerwehr). Landesvorwahl: 62. Ortsnetzkennzahlen: Bandung »022«, Jakarta »021«, Medan »061« und Surabaya »031«. Mobiltelefon: Mobilfunkgesellschaften sind PT Indosat - Indonesia (GSM 1800), PT Natrindo Telepon Seluler (GSM 1800), Excelcom (GSM 900; Internet: www.excelcom.co.id), SATELINDO (GSM 900; Internet: www.satelindo.co.id) und TELKOMSEL (GSM 900; Internet: www.telkomsel.com). Fax: Landesweit stehen immer mehr Anschlüsse zur Verfügung. Faxe können auch in den WARTEL-Telekommunikationszentren abgeschickt und empfangen werden. Internet/E-Mail: Hauptanbieter sind Indosat (Internet: www.indosat.net.id) und Indobiz (Internet: www.indobiz.com). In allen größeren indonesischen Städten und in den Touristengegenden auf Bali gibt es Internetcafes. Telegramme: Können bei jedem Telegrafenamt aufgegeben werden; das Amt in Jakarta ist durchgehend geöffnet, Ämter außerhalb der Hauptstadt haben kürzere Öffnungszeiten. Post: Luftpost nach Europa kann bis zu 10 Tage benötigen. Die einheimische Post ist schnell und im allgemeinen zuverlässig und wird vom Expreßdienst (Pos KILAT) befördert; der Postverkehr zu den abgelegenen Inseln verzögert sich oft. Deutsche Welle: Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0221) 389 32 08. Internet: www.dwelle.de) anzufordern. Näheres in den Benutzerhinweisen.
Einreise / Visum Reisepaß/Visum:
Anmerkung:
Die Aufenthaltsdauer für Touristen, die kein Visum benötigen, ist auf maximal 60 Tage begrenzt. Danach muß das Land verlassen werden, ansonsten ist mit Geld- und Haftstrafen zu rechnen. Eine Verlängerung ist nicht möglich. Einreisebeschränkungen:
(a) Staatsbürgern von Israel wird die Einreise ohne eine Sondergenehmigung von der Einwanderungsbehörde in Indonesien verweigert. Reisepass: Allgemein erforderlich, muß bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. Der deutsche Kinderausweis (mit Lichtbild) wird anerkannt. Visum:
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsangehörige folgender Länder für touristische Aufenthalte von maximal 60 Tagen, vorausgesetzt, sie können gültige Weiter- bzw. Rückflugtickets vorweisen, haben mindestens 1000 US$ (in bar oder Reiseschecks) bei sich und ihre Einreise erfolgt über einen der 16 Flug- und 24 Seehäfen, über die der gesamte internationale Reiseverkehr erfolgen muß (Liste von den Botschaften und Konsulaten, s. Adressen): Transit: Transitreisende, die innerhalb von 8 Stunden weiterfliegen, über gültige Reisedokumente verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum. Anmerkung: (a) [2] Geschäftsreisende und Journalisten benötigen unabhängig von ihrer Staatszugehörigkeit ein Geschäftsvisum, Geschäftsreisende aus Portugal benötigen zusätzlich eine Einreiseerlaubnis von der Einwanderungsbehörde in Indonesien. (b) Kinder, die mit visumpflichtigen Eltern reisen, müssen auch dann ein eigenes Visum haben, wenn sie im Reisepaß der Eltern eingetragen sind. (c) Alle Reisenden, die die Gebiete Aceh (Nord-Sumatra) und West Papua (Irian Jaya) besuchen wollen, benötigen eine Sondergenehmigung, die gegen Vorlage einer Empfehlung des Tourismus-Ministeriums und der zuständigen Militärbehörde beim Polizei-Hauptquartier in Jakarta beantragt werden muß. Nach Ankunft in diesen Gebieten müssen sich alle Besucher bei der örtlichen Polizei melden. Visaarten: Touristen-, Geschäfts- und Transitvisum. Visagebühren: Touristenvisum: 40 € (bis maximal 30 Tage). Geschäftsvisum: 75 €. Gültigkeitsdauer: Touristen- und Transitvisa sind 30 Tage gültig und können nicht verlängert werden; Geschäfts- und Besuchsvisa sind bis zu 60 Tagen gültig, für längere Aufenthalte muß eine Genehmigung der Einwanderungsbehörde eingeholt werden. Mehrfach-Geschäftsvisa sind 1 Jahr gültig für einen Aufenthalt von bis zu 60 Tagen. Antragstellung: Zuständige konsularische Vertretung (s. Adressen). Unterlagen:
Touristenvisum: (a) Reisepaß, der noch mindestens 6 Monate gültig ist. (b) 2 Antragsformulare (Originale, unterschrieben vom Antragssteller). (c) 2 Paßfotos. (d) Kopie des Hin- und Rückflugtickets (in zweifacher Ausführung). (e) Gebühr in bar. (f) Angaben über geplante Reiseroute. (g) Geschäftsvisum: Firmenschreiben in zweifacher Ausführung, aus dem hervorgeht, daß die Firma sowohl die Flugkosten (Hin- und Rückreise) als auch die Aufenthaltskosten trägt. Außerdem muß der Reisezweck angegeben werden. Anmerkung: Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden. Bearbeitungszeit: 1-3 Tage. Aufenthaltsgenehmigung: Anträge an die zuständige konsularische Vertretung (s. Adressen).
GeldWährung: 1 Rupiah = 100 Sen. Währungskürzel: Rp, IDR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Nennwerten von 50.000, 20.000, 10.000, 5000, 1000, 500 und 100 Rp. Münzen im Wert von 1000, 500, 100, 50 und 25 Rp. 1 Indonesische Rupiah = 0.000 Euro Das bedeutet: Geldwechsel: In den größeren Touristenzentren gibt es beim Umtausch der bekanntesten Währungen keine Schwierigkeiten, in abgelegeneren Gebieten ist es ratsam, Bargeld in kleiner Stückelung mitzuführen. US-Dollar werden empfohlen. Kreditkarten: American Express, MasterCard, Eurocard und Visa werden in Jakarta und Touristenzentren akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. Reiseschecks: In Banken und größeren Hotels problemlos wechselbar. Ansonsten ist der Gebrauch begrenzt. Reiseschecks in US-Dollar werden empfohlen. Wechselkurse:
Devisenbestimmungen: Keine Ein- oder Ausfuhrbeschränkungen für Fremdwährungen. Die Ein- oder Ausfuhr der Landeswährung ist auf 5.000.000 Rp beschränkt, Deklarationspflicht, bei Zuwiderhandeln drohen hohe Geldstrafen. Die Landeswährung kann bei der Ausreise problemlos zurückgewechselt werden. Öffnungszeiten der Banken: Mo-Fr 08.00-15.00 Uhr.
Duty Free / Zoll Duty Free:
Folgende Artikel können von Personen über 18 Jahre zollfrei nach Indonesien eingeführt werden: Anmerkung: Kameras und wertvoller Schmuck müssen bei der Einreise deklariert werden. Filme, Audio- und Videokassetten, CDs und Computersoftware müssen der Zensurbehörde zur Überprufung vorgelegt werden. Der Besitz selbst geringer Drogenmengen wird mit hohen Haftstrafen geahndet, bei Drogenhandel droht die Todesstrafe. Einfuhrverbot: Fernseher und andere elektrische Geräte, frisches Obst, Waffen, Munition, Betäubungsmittel, nicht vom Arzt verschiebene, rezeptpflichtige Medikamente, chinesische Publikationen und Medikamente sowie Pornographie.
Feiertage Gesetzliche Feiertage:
1. Jan. 2002 Neujahr. 12. Febr. Chinesisches Neujahr. 23. Febr. Eid al-Adha (Opferfest). 16. März Muharram (Islamisches Neujahr). 29. März - 1. April Ostern. 9. Mai Christi Himmelfahrt. 25. Mai Mouloud (Geburtstag des Propheten). 26. Mai Waisak-Tag (Buddhas Geburtstag). 17. Aug. Unabhängigkeits- und Nationalfeiertag. 5. Okt. Himmelfahrt des Propheten. 6. - 8. Dez. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan). 25. Dez. Weihnachten. Anmerkung: Die oben angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, essen Muslime nicht während des Tages, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch der normale Geschäftsablauf gestört werden kann. Viele Restaurants sind tagsüber geschlossen, und der Genuß von Alkohol und Zigaretten kann begrenzt werden. Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern. Weitere Informationen im Kapitel Welt des Islam (s. Anhang).
Gesundheit Gesundheit:
[1]: Eine Impfbescheinigung wird von Reisenden verlangt, die aus Infektionsgebieten kommen. [2]: Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Näheres unter Gesundheit (s. Anhang). [3]: Malariarisiko ganzjährig landesweit mit Ausnahme der wichtigsten Fremdenverkehrsorte auf Java und Bali sowie im Stadtgebiet von Jakarta. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum soll stark chloroquinresistent und weitgehend resistent gegen Sulfadoxin/Pyrimethamin sein. Auf Irian Jaya wurde die weniger gefährliche Form Plasmodium vivax gemeldet, die ebenfalls chloroquinresistent sein soll. [4]:
Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte vor Gebrauch ebenfalls gekocht werden. Milchpulver oder Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Auch Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten vermieden werden. Fleisch- und Fischgerichte nur heiß und gut durchgekocht essen. Der Genuß von Schweinefleisch, Mayonnaise und rohen Salaten sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Gesundheitsvorsorge: Die medizinische Versorgung ist außerhalb der größeren Städten ungenügend, Behandlungskosten bei Arztbesuchen oder Krankenhausaufenthalten müssen umgehend vor Ort bezahlt werden. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird empfohlen.
Anreise Hinweis:
Flug- und Seehäfen, über die die Ein- und Ausreise nach/von Indonesien möglich ist: Flugzeug: Die nationalen Fluggesellschaften sind Garuda Indonesia (GA) (Internet: www.garuda-indonesia.com) und Merpati Nusantara Airlines (MZ). Garuda bietet Direktverbindungen von Frankfurt/M. nach Jakarta an. Lufthansa, Cathay Pacific (Internet: www.cathaypacific.com), Malaysia Airlines, Singapore Airlines (Internet: www.singaporeair.com) und Thai Airways International fliegen mehrmals wöchentlich von Frankfurt/M. nach Bali/Denpasar, je nach Fluglinie mit Zwischenlandungen in Bangkok, Hongkong, Kuala Lumpur und Singapur. Durchschnittliche Flugzeiten: Frankfurt - Jakarta: 13 Std 50; Frankfurt - Bali: 14 Std. 15 (reine Flugzeit). Internationale Flughäfen:
Jakarta (CGK) (Soekarno Hatta International) liegt 20 km nordwestlich der Stadt (45 Min. Fahrzeit). Taxistand, Post (08.00-14.00 in Zone B, 08.00-19.00 in Zone D), Banken, Duty-free-Shops, Restaurants, Mietwagenschalter, Tourist-Information, Geschäfte und eine medizinische bzw. Impfungseinrichtung, die 24 Stunden geöffnet ist. Busverbindung zur Stadt, (Flughafenbus: Fahrtzeit 60 Min). Weitere Busverbindungen zum Flughafen vom Jakartaer Bahnhof Gambir und von den Busbahnhöfen Rawamangun und Blok M. Ein Zubringerbus fährt zu Jakartas zweitem Flughafen Halim Perdana Kusuma (HLP), 13 km südöstlich der Stadt (Fahrzeit 45 Min.). Taxis fahren ins Stadtzentrum (Fahrtzeit 45 Min.) Flughafengebühren: 100.000 Rp für die Flughäfen Jakarta oder Denpasar, 20.000 Rp für andere Flughäfen; ausgenommen sind Kinder unter zwei Jahren und Transitpassagiere. Schiff: Internationale Häfen s. o. Schnellfähren verkehren regelmäßig zwischen Belawan (Sumatra) und Penang in West-Malaysia. Es gibt auch Fährverbindungen zwischen Mandalo (Sulawesi) und den Philippinen. Passagierlinien: Cunard, Hapag-Lloyd Kreuzfahrten, Norwegian American, Orient Lines, Peter Deilmann, P&O, Radisson Seven Seas, Royal Viking und Windjammer Cruises. Bahn: Züge der National Railroad of Indonesia verkehren täglich zwischen Belawan (Sumatra) und Penang (West-Malaysia). Bus/Pkw: Indonesiens einzige internationale Landesgrenzen befinden sich zwischen Kalimantan und den malaysischen Bundesstaaten Sarawak und Sabah auf der Insel Borneo und zwischen West Papua (Irian Jaya) und Papua-Neuguinea. Es gibt keine Straßenverbindungen nach Sabah; die wenigen, schlecht instandgehaltenen Straßen nach Sarawak sind nicht für die Einreise nach Indonesien anerkannt.
Inlandsverkehr Anmerkung:
Das Sicherheitsrisiko ist wegen der gestiegenen Kriminalitätsrate für Individualtouristen größer als für Reisende, die Indonesien im Rahmen eines Pauschalangebotes besuchen. Flugzeug:
Indonesien hat ein gutes nationales Flugnetz, das die meisten größeren Städte mit Jakarta verbindet. Inlandsflüge starten von Terminal 1 von Jakartas Soekarno Hatta International. Bouraq Indonesia Airlines (BO), Garuda Indonesia (GA), und Merpati Nusantara Airlines (MZ) (Internet: www.merpati.co.id) betreiben den Inlandflugverkehr. Flughafengebühren: 11.000 Rp von Jakartas Soekarno Hatta International, 9.000 Rp von allen anderen Flughäfen. Ausgenommen sind Kinder unter 2 Jahren. Schiff: Es gibt Fährverbindungen nach Sumatra, Sulawesi und Kalimantan. Eine regelmäßige Fährverbindung besteht zwischen Ketapang (Java) und Gilimanuk (Bali). Die staatliche Reederei PELINI läuft mit ihren sechs modernen Fähren alle größeren Häfen Indonesiens an. Luxuskreuzfahrten werden zu verschiedenen Zielen angeboten, u.a. von Bali aus zu den östlichen Inseln. Weitere Informationen von Indonesia Tourism Promotion Office (s. Adressen). Bahn: Das indonesische Eisenbahnnetz umfaßt etwa 7000 km Schienenweg auf Sumatra, Madura und Java. Auf Sumatra bestehen Zugverbindungen zwischen Belawan, Medan und Tanjong Balai/Rantu Prapet im Norden (2-3 x täglich) und Palembang und Panjang im Süden (3 x täglich). Ein ausgedehntes Bahnnetz steht auf Java zur Verfügung. Es gibt mehrere Expreßverbindungen; der Bima Express, der Speise- und Schlafwagen hat, verbindet Jakarta mit Surabaya. Es gibt drei verschiedene Klassen, die 1. Klasse (Eksekutif) ist grundsätzlich klimatisiert, und eine Mahlzeit wird angeboten. Abteile der 2. Klasse (Bisnis) haben zumeist Ventilatoren. Bus/Pkw: Etwa die Hälfte des über 378.000 km umfassenden Straßennetzes ist asphaltiert. Java hat das beste Straßennetz; Bali und Sumatra folgen an zweiter Stelle. Der Straßenzustand auf den anderen Inseln ist zum Teil ungenügend. Auf einigen Hauptstraßen besteht Mautpflicht. Linksverkehr. Bus: Fernbusse verkehren zwischen den meisten Städten, für umständliche Fahrten mit mehrmaligem Umsteigen muß man allerdings oft mehr als einen Tag berechnen. Die Fahrt mit dem Bus von Jakarta nach Bali dauert 2 Tage. Öffentliche Busse sind oft überfüllt, allerdings betreiben Privatfirmen auf vielen Strecken auch bequemere Reisebusse, für die die Karten zumeist am Vortag gebucht werden müssen. Kleine Mahlzeiten sind auf Langstrecken oft im Preis inbegriffen, und viele dieser Privatbusse bieten Klimaanlage, Video und WC. Bis Malam-Nachtbusse, Bemos und Colts (Minibusse) stehen an Hotels, Flughäfen, in Städten und Touristengebieten zur Verfügung. Taxis sind in allen kleinen und großen Städten zu finden - nur wenige haben Taxameter. Aus Sicherheitsgründen ist es ratsam, Taxis beim Hotelempfang oder telefonisch bei einem Taxiunternehmen zu bestellen, und sie nicht auf offener Straße herbeizurufen. In vielen Städten verkehren außerdem Becaks (Fahrrad-Rikschas) und Bajajs (Motor-Rikschas), die für Einzelfahrten oder stundenweise gemietet werden können. Becak- und Bajaj-Fahrpreise müssen im voraus ausgehandelt werden. Mietwagen: Werden von einheimischen Firmen angeboten. Wagen mit Fahrer, Motorräder und Fahrräder können stunden- oder tageweise zum Fixpreis gemietet werden. Unterlagen: Internationaler Führerschein. Stadtverkehr: Jakarta ist die einzige Stadt des Landes mit einem gut funktionierenden Linienbusnetz. Hier fahren Doppeldeckerbusse. In Jakarta verkehren auch Bajaj (motorisierte, dreirädrige Gefährte mit Platz für zwei Fahrgäste), die stundenweise oder für Einzelfahrten mietbar sind. Der Preis sollte vor Fahrtantritt vereinbart werden. Außerdem verkehren Taxis, Becaks und Minibusse.
UnterkünfteHotels: Internationale Hotels gibt es in allen Großstädten und Touristenzentren, einige bieten auch einen Konferenz-Service an. Die Hotelsteuern sind hoch (10% Bedienung, außerdem 10% Steuer). In vielen Touristengegenden, z. B. auf Bali, ist von Hotels der internationalen Luxusklasse bis zu Strandhütten fast jede Art von Unterkunft erhältlich. Auch Hotels der Mittelklasse haben oft Swimmingpools und verleihen die gängigsten Sportausrüstungen. Kategorien: Hotels sind nach vorhandenen Einrichtungen eingestuft. Weitere Informationen erteilt die National Hotel Association, Wisma Nugra Santana, 4th Floor, Jendral Sudirman 8, Jakarta 10220. Tel: (021) 570 69 09. Fax: (021) 570 68 88. Hinweis: Bei Time-Sharing-Verträgen ist größte Vorsicht vor Betrügerfirmen geboten.
Ausflugsziele Java:
Die Hauptstadt Jakarta bietet eine faszinierende Mischung verschiedenster Einflüsse. Sehenswert ist die Altstadt mit Bauwerken aus der niederländischen und portugiesischen Kolonialzeit. Das Nationaldenkmal erhebt sich 140 m über dem Merdeka-Platz und ist mit einer vergoldeten »Flamme« gekrönt. Das Central Museum hat eine gute völkerkundliche Abteilung und zeigt u.a. Skulpturen aus vor-hinduistischer Zeit. Die Portugiesische Kirche mit der riesigen niederländischen Pumporgel (1695) ist ebenfalls einen Besuch wert. Die moderne Istiqlal-Moschee im Zentrum der Stadt ist eine der größten der Welt. Sehenswert sind auch der Antiquitätenmarkt in der Jalan Surabaya (Surabaya Straße) und die unzähligen Batikfabriken im Karet-Viertel. Im Südosten der Stadt liegt Taman Mini Indonesia Indah, ein 100 Hektar großer Themenpark, der einen Überblick über die kulturell teilweise sehr unterschiedlichen 26 indonesischen Provinzen bietet. Jede Provinz ist in Taman Mini durch ein maßstabsgetreues Haus im jeweiligen traditionellem Baustil vertreten, in den Häusern werden auch Austellungen traditioneller Kleidung und Handwerkskünste der jeweiligen Region gezeigt. Die meisten Häuser bieten auch kulturelle Vorführungen an, einen Veranstaltungskalender ist bei der Tourist-Information erhältlich. Das Jakartaer Kulturzentrum gehört zu den größten in Südostasien. Sulawesi: Auf der »Orchideeninsel« Sulawesi erwarten den Besucher majestätische Berge, dunstige Täler sowie zahlreiche Seen, Geysire und heiße Quellen, von denen die bekanntesten bei Makule, Kuramengan, Lahendong, Kinilon und Leilem zu finden sind. Im Süden liegt der Naturschutzpark Bantimurung mit tausenden exotischen Schmetterlingen. Torajaland ist als »Land der himmlischen Könige« bekannt; die Einwohner setzen ihre Toten in vertikalen Felsengräbern bei. Im Hafen Pinsa von Ujung Pandang, vormals Makassar, liegen die hölzernen Schoner der berühmten buganesischen Seefahrer vor Anker. Die Festung Fort Rotterdam (1660) wurde von Sultan Ala zum Schutz der Stadt gegen Piraten erbaut. Pferde- und Ochsenrennen sind beliebte Sportarten, in Ranomuut kann man noch traditionelle Pferderennen mit Wagen (Bendi) sehen. Sumatra: Sumatra ist die zweitgrößte Insel Indonesiens, liegt am Äquator und hat eine vulkanische Gebirgskette, heiße Quellen, unerforschte Dschungelgebiete und riesige Plantagen. Zum Schutz der teilweise vom Aussterben bedrohten einheimischen Tier- und Pflanzenwelt sind zahlreiche Naturschutzgebiete eingerichtet worden. In den Schutzgebieten Bengkulu, Gedung Wani und Mount Loeser werden geführte Safaris angeboten, bei denen man Tiger, Elefanten, Tapire und Nashörner aus der Nähe beobachten kann. Der Toba-See liegt im Krater eines erloschenen Vulkans. Er ist mit 900 m über dem Meeresspiegel einer der höchstgelegenen Seen der Welt. In seiner Mitte befindet sich die bewohnte Insel Samosir. Lingga in der Nähe von Medan ist ein traditionelles karonesisches Dorf mit hölzernen Pfahlbauten. Bei Bukkitinggi erhebt sich die alte Festung Fort de Kock. In der Nähe liegen der Zoo, der Marktplatz, eine restaurierte historische Reisscheune und das Bundo-Kandung-Museum. Die schönsten Strände Sumatras befinden sich an der Ostküste. Östliche Inseln: MOLUKKEN-ARCHIPEL: Das Archipel besteht aus 1000 größtenteils unbewohnten Inseln. Die bewohnten sind seit dem Ende des Gewürzhandels so voneinander und vom Rest der Welt abgeschnitten, daß jede ihre eigene Kultur und einige auch ihre eigene Sprache erhalten konnten. Halmahera ist die größte der Molukken. An der Küste leben die Nachfahren der Großmächte, die sich im Laufe der Jahrhunderte um die Vorherrschaft im Gewürzhandel stritten - Araber, Gujaratis, Malaien, Portugiesen und Niederländer. Im Binnenland spricht die Bevölkerung eine Sprache, die selbst mit anderen Eingeborenensprachen Indonesiens so gut wie nichts gemeinsam hat. Morotai, im Norden gelegen, war während des 2. Weltkrieges ein japanischer Luftwaffenstützpunkt. Heute werden hier Kopra und Kakao angebaut. Ternate und Tidore sind kleine vulkanische Inseln westlich von Halmahera, die einst als weltgrößte Lieferanten von Gewürznelken Reichtum und Macht erlangten. Weiter südlich liegt Ambon, ein weiterer wichtiger Umschlagplatz des Gewürznelkenhandels, mit seinen 40 niederländischen Festungen aus dem 17. Jahrhundert. Banda in der Banda-See wird oft als die ursprüngliche »Gewürzinsel« bezeichnet und ist für ihre Muskatnuß-Anbaugebiete bekannt. NUSA-TENGGARA-ARCHIPEL: Nusa Penida war einstmals eine Gefängniskolonie und ist heute mit seinen Stränden und seiner dramatischen Küstenlandschaft ein beliebtes Touristenziel. Komodo ist die Heimat der größten und seltensten Warane der Welt, der Komodo-Warane. Sumba ist für ausgezeichnet gewebtes Ikat-Tuch bekannt. Der Mount Keli Mutu erhebt sich in atemberaubender Landschaft. Das faszinierende Farbenspiel der drei Kraterseen ändert sich je nach Sonneneinstrahlung. Die Inseln nördlich von Timor, darunter Solor, Lembata, Adonara, Alor, Wetar und Pantar, werden seltener besucht. Auf den Inseln gibt es zahlreiche historische Festungen, von denen Walfänger zu ihren Expeditionen aufbrachen. Die Lebensweise der Bevölkerung auf Roti, Ndau und Sawu hat sich seit der Bronzezeit kaum verändert, die Inselbewohner sind als ausgezeichnete Musiker und Palmenweber bekannt. Die Terawanen-Inseln sind eine kleine Inselgruppe mit wunderschönen Stränden und Korallengärten. Lucipara hat ausgezeichnete Tauchgründe. Kangean, Tenggaya, Bone Rate und Tukang Besi sind abgelegene Atolle in der Flores- und Banda-See, die der Vorstellung eines tropischen Inselparadieses gerecht werden. West Papua (Irian Jaya) bildet die westliche Hälfte der Insel Neuguinea. Ein Großteil des Landes ist mit undurchdringlichem Regenwald bedeckt. Eine zentrale Gebirgskette zieht sich von Ost nach West mit dem höchsten Berg im Westen, Puncak Jaya (5050 m). West Papua ist eines der letzten unerforschten Gebiete der Welt. Bali:
Die einmalige Landschaft Balis, »Insel der Götter« genannt, besteht aus vulkanischen Bergen, Seen und Flüssen, Reisterrassen, riesigen Obst- und Palmenplantagen und an der Küste aus stillen Buchten mit feinsandigen Stränden. Obwohl die Insel nur 5633 qkm groß ist, hat sie ca. 3 Mio. Einwohner. Im Gegensatz zum übrigen Indonesien sind die Einwohner hier Anhänger des Agama-Hinduismus, einer Variante des Hinduismus. Eine vulkanische Bergkette zieht sich von Ost nach West quer über die Insel. Der kegelförmige Gipfel des mächtigen Gunung Agung (»Heiliger Berg«) erhebt sich 3170 m über dem Meeresspiegel. Nördlich der Bergkette werden Kokosnüsse, Kaffee, Kakao, Nelken und Gemüse angebaut, wo immer der Boden es zuläßt. Die bekanntesten Urlaubsgebiete und der internationale Flughafen liegen im Süden, in der Gegend um Kuta, Sanur und Benoa sowie Nusa Dua jenseits der schmalen Landenge auf der Halbinsel Bukit Badung. Der Nordwesten Balis ist Naturschutzgebiet, das man auf geführten Tagesausflügen erkunden kann. Lombok: 15 Flugminuten (oder eine Überfahrt mit der Fähre) von Bali entfernt liegt Lombok, eine wunderschöne Insel, deren Name »Chilipfeffer« bedeutet. Hier befindet sich einer der größten Vulkane der indonesischen Inselgruppe, der Mount Rindjani, dessen meist wolkenverhangener Gipfel 3745 m hoch ist. Der Norden ist gebirgig mit dichten Wäldern und dramatischen Ausblicken, der Westen besteht aus fruchtbaren Ebenen mit Kokos- und Reisplantagen und Reisterrassen, während der Osten öde und trocken und die Südküste felsig ist. Die Bevölkerung - nur etwa 750.000 Menschen - setzt sich aus islamischen Sasaks, hinduistischen Balinesen und Malaien zusammen. Mataram, die Hauptstadt der Insel, und die geschäftige Hafenstadt Ampenan sind die beiden einzigen größeren Städte der Insel und bieten sich für einen Ausflug an. Auf Lombok findet man auch einige wundervolle Strände, manche mit weißem, andere mit schwarzem Sandstrand, letzteren z. B. bei Ampenan. In Narmada, das über eine gut befahrbare Straße erreicht werden kann, gibt es eine riesige Palastanlage zu bewundern, mit einem »Jungbrunnen«, der für einen balinesischen König errichtet wurde. In Pamenang kann man Boote mieten und mit der Taucherbrille die kristallklare Wasserwelt der herrlich bunten Korallen und neugierigen tropischen Fische erforschen.
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