Yakee travel - ASIEN BALI INDONESIEN FLUG LAST MINUTE BUCHEN VILLEN VILLAS
Rückrufservice - Wir rufen Sie gerne zurück
Home
Zurück
Aruba
Dominikanische Rep.
Indonesien
Kuba
Philippinen
Singapore
V.A. Emirate
Vietnam
delimiter
Zur?ck zur Startseite Eine Seite zur?ck Zum Seitenanfang zur?ck Diese Seite weiter empfehlen Zu dieser Seite eine Anfrage per Email stellen Hilfe anzeigen 17.09.2014

 

Allgemeines

Fläche: 1.912.988 qkm.

Bevölkerungszahl: 207.022.000 (1999).

Bevölkerungsdichte: 108 pro qkm.

Hauptstadt: Jakarta (Java). Einwohner: 9.341.400 (1996).

Geographie: Indonesien besteht aus den sechs Hauptinseln Sumatra, Sulawesi, Java, Bali, Kalimantan (Teil von Borneo) und West Papua (Irian Jaya, westliche Hälfte Neuguineas) und 30 kleineren Archipelen. Insgesamt besteht Indonesien aus über 13.000 Inseln, von denen 6000 unbewohnt sind, die sich über 5150 km erstrecken und in der Vulkanzone mit über 300 zumeist erloschenen Vulkanen liegen. Landschaftlich gesehen sind die Inseln recht unterschiedlich; einige haben Berge oder Hochebenen, andere bestehen aus flachen Küstenebenen und Schwemmland.

Anmerkung: Die frühere indonesische Provinz Osttimor ist seit dem 20. Mai 2002 unabhängig und wird in einem eigenen Länderprofil dargestellt (s. Osttimor).

Staatsform: Präsidialrepublik seit 1945. Verfassung von 1945, letzte Änderung 1969. Zweikammerparlament: Abgeordnetenhaus mit 500 Mitgliedern und Beratende Volksversammlung mit 700 Mitgliedern. Staatsoberhaupt und Regierungschefin: Megawati Soekarnoputri, seit 2001. Vizepräsident: Hamzah Haz, seit 2001. Unabhängig seit 1949 (ehemalige niederländische Kolonie).

Sprache: Amtssprache ist Bahasa-Indonesisch. Jede ethnische Gruppe hat ihre eigene Sprache. Es werden rund 250 Sprachen und Dialekte gesprochen. Englisch, Niederländisch und Arabisch sind Schulpflichtsprachen. Die ältere Generation spricht eher Niederländisch als Zweitsprache, die jüngere eher Englisch.

Religion: 88% Moslems, 10% Christen, 2% Hindus (vor allem auf Bali), 1% Buddhisten sowie Anhänger von Naturreligionen in abgelegenen Regionen.

Ortszeit: Drei Zeitzonen:
Bangka, Belitung, Java, West- und Mittelkalimantan, Madura und Sumatra: West: MEZ + 6 (UTC + 7), Zentral: MEZ +7 (UTC + 8), Ost: MEZ + 8 (UTC +9).
Bali, Flores, Süd- und Ostkalimantan, Lombok, Sulawesi, Sumba, Sumbawa und Timor: MEZ + 7 (UTC + 8).
Aru, West Papua (Irian Jaya), Kai, Molukken und Tanimbar: MEZ + 8 (UTC + 9).

Netzspannung: 220 V, 50 Hz, in ländlichen Gegenden zuweilen auch 110 V, 50 Hz.

Post- und Fernmeldewesen:  

Telefon: Selbstwählferndienst in den größeren Städten. Selbst in kleineren Städten gibt es Telefonbüros, von denen man problemlos ins Ausland telefonieren kann. Viele Hotels verfügen über öffentliche Telefone, die Telefonkarten oder Kreditkarten akzeptieren. Landesweit gibt es Telekommunikationszentren, warung telekomunikasi (WARTEL), in denen internationale Anrufe getätigt und empfangen werden können. Rufnummern für Notfälle sind: 110 (Polizei), 118 (Ambulanz für Verkehrsunfälle), 119 (Notarzt) oder 113 (Feuerwehr).

Landesvorwahl: 62. Ortsnetzkennzahlen: Bandung »022«, Jakarta »021«, Medan »061« und Surabaya »031«.

Mobiltelefon: Mobilfunkgesellschaften sind PT Indosat - Indonesia (GSM 1800), PT Natrindo Telepon Seluler (GSM 1800), Excelcom (GSM 900; Internet: www.excelcom.co.id), SATELINDO (GSM 900; Internet: www.satelindo.co.id) und TELKOMSEL (GSM 900; Internet: www.telkomsel.com).

Fax: Landesweit stehen immer mehr Anschlüsse zur Verfügung. Faxe können auch in den WARTEL-Telekommunikationszentren abgeschickt und empfangen werden.

Internet/E-Mail: Hauptanbieter sind Indosat (Internet: www.indosat.net.id) und Indobiz (Internet: www.indobiz.com). In allen größeren indonesischen Städten und in den Touristengegenden auf Bali gibt es Internetcafes.

Telegramme: Können bei jedem Telegrafenamt aufgegeben werden; das Amt in Jakarta ist durchgehend geöffnet, Ämter außerhalb der Hauptstadt haben kürzere Öffnungszeiten.

Post: Luftpost nach Europa kann bis zu 10 Tage benötigen. Die einheimische Post ist schnell und im allgemeinen zuverlässig und wird vom Expreßdienst (Pos KILAT) befördert; der Postverkehr zu den abgelegenen Inseln verzögert sich oft.

Deutsche Welle: Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0221) 389 32 08. Internet: www.dwelle.de) anzufordern. Näheres in den Benutzerhinweisen.

 

Einreise / Visum

Reisepaß/Visum:
 

  Pass
erforderlich
Visum
erforderlich
Rückflugticket
erforderlich
Deutschland   Ja    Nein/2    Ja 
Österreich   Ja    Nein/2    Ja 
Schweiz   Ja    Nein/2    Ja 
Andere EU-Länder   Ja    1/2    Ja 

 

Anmerkung: Die Aufenthaltsdauer für Touristen, die kein Visum benötigen, ist auf maximal 60 Tage begrenzt. Danach muß das Land verlassen werden, ansonsten ist mit Geld- und Haftstrafen zu rechnen. Eine Verlängerung ist nicht möglich.
Aus Sicherheitsgründen wird von Reisen nach Westtimor, West Papua (Irian Jaya) sowie in die Aceh-Provinz auf Sumatra abgeraten. Wegen ethnischer Spannungen ist der Westen Kalimantans, insbesondere Pontianak, zu meiden. Auf den Molukken wurde der zivile Notstand ausgerufen. Die Sicherheitslage auf Sumatra (Ausnahme Aceh), Java (inklusive Jakarta), Bali, Lombok und Bintan ist im allgemeinen ruhig.

Einreisebeschränkungen: (a) Staatsbürgern von Israel wird die Einreise ohne eine Sondergenehmigung von der Einwanderungsbehörde in Indonesien verweigert.
(b) Staatsbürger von Portugal benötigen ein Touristenvisum bzw. eine Erlaubnis der Einwanderungsbehörde in Indonesien für geschäftliche und private Besuche.
(c) Staatsbürger folgender Länder benötigen für touristische, geschäftliche und private Aufenthalte eine Einreiseerlaubnis von der Einwanderungsbehörde in Indonesien:
Afghanistan, Algerien, Äthiopien, Bangladesch, China (VR), Ghana, GUS, Indien, Irak, Iran, Jamaika, Jemen, Kamerun, Kongo (Dem. Rep.), Nigeria, Pakistan, Simbabwe, Somalia, Sri Lanka, Südafrika, Tansania und Uganda.
Visaanträge sollten bei der jeweiligen indonesischen Botschaft eingereicht werden, die Anträge werden nach Indonesien weitergeleitet.

Reisepass: Allgemein erforderlich, muß bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. Der deutsche Kinderausweis (mit Lichtbild) wird anerkannt.

Visum: Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsangehörige folgender Länder für touristische Aufenthalte von maximal 60 Tagen, vorausgesetzt, sie können gültige Weiter- bzw. Rückflugtickets vorweisen, haben mindestens 1000 US$ (in bar oder Reiseschecks) bei sich und ihre Einreise erfolgt über einen der 16 Flug- und 24 Seehäfen, über die der gesamte internationale Reiseverkehr erfolgen muß (Liste von den Botschaften und Konsulaten, s. Adressen):
(a) [1] Bundesrepublik Deutschland, Österreich, übrige EU-Länder (ausgenommen Staatsbürger von Portugal) und Schweiz;
(b) Ägypten, Argentinien, Australien, Brasilien, Brunei, Chile, Island, Japan, Jugoslawien (Serbien und Montenegro), Kanada, Korea (Süd), Kuwait, Liechtenstein, Malaysia, Malediven, Malta, Marokko, Mexiko, Monaco, Neuseeland, Norwegen, Philippinen, Saudi-Arabien, Singapur, Taiwan (China; mit Paß-Codenummern MFA oder M), Thailand, Türkei, Ungarn, USA, Venezuela und Vereinigte Arabische Emirate.

Transit: Transitreisende, die innerhalb von 8 Stunden weiterfliegen, über gültige Reisedokumente verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Anmerkung: (a) [2] Geschäftsreisende und Journalisten benötigen unabhängig von ihrer Staatszugehörigkeit ein Geschäftsvisum, Geschäftsreisende aus Portugal benötigen zusätzlich eine Einreiseerlaubnis von der Einwanderungsbehörde in Indonesien. (b) Kinder, die mit visumpflichtigen Eltern reisen, müssen auch dann ein eigenes Visum haben, wenn sie im Reisepaß der Eltern eingetragen sind. (c) Alle Reisenden, die die Gebiete Aceh (Nord-Sumatra) und West Papua (Irian Jaya) besuchen wollen, benötigen eine Sondergenehmigung, die gegen Vorlage einer Empfehlung des Tourismus-Ministeriums und der zuständigen Militärbehörde beim Polizei-Hauptquartier in Jakarta beantragt werden muß. Nach Ankunft in diesen Gebieten müssen sich alle Besucher bei der örtlichen Polizei melden.

Visaarten: Touristen-, Geschäfts- und Transitvisum.

Visagebühren: Touristenvisum: 40 € (bis maximal 30 Tage). Geschäftsvisum: 75 €.

Gültigkeitsdauer: Touristen- und Transitvisa sind 30 Tage gültig und können nicht verlängert werden; Geschäfts- und Besuchsvisa sind bis zu 60 Tagen gültig, für längere Aufenthalte muß eine Genehmigung der Einwanderungsbehörde eingeholt werden. Mehrfach-Geschäftsvisa sind 1 Jahr gültig für einen Aufenthalt von bis zu 60 Tagen.

Antragstellung: Zuständige konsularische Vertretung (s. Adressen).

Unterlagen: Touristenvisum: (a) Reisepaß, der noch mindestens 6 Monate gültig ist. (b) 2 Antragsformulare (Originale, unterschrieben vom Antragssteller). (c) 2 Paßfotos. (d) Kopie des Hin- und Rückflugtickets (in zweifacher Ausführung). (e) Gebühr in bar. (f) Angaben über geplante Reiseroute. (g) Geschäftsvisum: Firmenschreiben in zweifacher Ausführung, aus dem hervorgeht, daß die Firma sowohl die Flugkosten (Hin- und Rückreise) als auch die Aufenthaltskosten trägt. Außerdem muß der Reisezweck angegeben werden.
Ein frankierter Rückumschlag per Einschreiben muß der Antragstellung beigefügt werden.
Der Nachweis ausreichender Geldmittel (mind. 1000 US$) ist in jedem Fall erforderlich.

Anmerkung: Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.

Bearbeitungszeit: 1-3 Tage.

Aufenthaltsgenehmigung: Anträge an die zuständige konsularische Vertretung (s. Adressen).

 

Geld

Währung: 1 Rupiah = 100 Sen. Währungskürzel: Rp, IDR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Nennwerten von 50.000, 20.000, 10.000, 5000, 1000, 500 und 100 Rp. Münzen im Wert von 1000, 500, 100, 50 und 25 Rp.

1 Indonesische Rupiah = 0.000 Euro
1 Euro (EUR) = 9457.260 Indonesische Rupiah (IDR)
Interbank Kassakurs +/- 4%

Das bedeutet:

Sie kaufen 1 Euro und bezahlen 9457.260 Indonesische Rupiah
Sie verkaufen 1 Euro und erhalten 8924.249 Indonesische Rupiah

Geldwechsel: In den größeren Touristenzentren gibt es beim Umtausch der bekanntesten Währungen keine Schwierigkeiten, in abgelegeneren Gebieten ist es ratsam, Bargeld in kleiner Stückelung mitzuführen. US-Dollar werden empfohlen.

Kreditkarten: American Express, MasterCard, Eurocard und Visa werden in Jakarta und Touristenzentren akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks: In Banken und größeren Hotels problemlos wechselbar. Ansonsten ist der Gebrauch begrenzt. Reiseschecks in US-Dollar werden empfohlen.

Wechselkurse:

RpRpRpRp
Apr. '01Sept. '01Dez. 01Apr. '02
1 €9774,708007,859212,84 8433,74
1 CHF--6331,655754,66
1 US$10.844,628990,0010.400,009549,53

 

Devisenbestimmungen: Keine Ein- oder Ausfuhrbeschränkungen für Fremdwährungen. Die Ein- oder Ausfuhr der Landeswährung ist auf 5.000.000 Rp beschränkt, Deklarationspflicht, bei Zuwiderhandeln drohen hohe Geldstrafen. Die Landeswährung kann bei der Ausreise problemlos zurückgewechselt werden.

Öffnungszeiten der Banken: Mo-Fr 08.00-15.00 Uhr.

 

Duty Free / Zoll

Duty Free: Folgende Artikel können von Personen über 18 Jahre zollfrei nach Indonesien eingeführt werden:
200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 100 g Tabak;
1l alkoholische Getränke;
Parfüm für den persönlichen Gebrauch;
Geschenke bis zu einem Wert von 250 US$.

Anmerkung: Kameras und wertvoller Schmuck müssen bei der Einreise deklariert werden. Filme, Audio- und Videokassetten, CDs und Computersoftware müssen der Zensurbehörde zur Überprufung vorgelegt werden. Der Besitz selbst geringer Drogenmengen wird mit hohen Haftstrafen geahndet, bei Drogenhandel droht die Todesstrafe.

Einfuhrverbot: Fernseher und andere elektrische Geräte, frisches Obst, Waffen, Munition, Betäubungsmittel, nicht vom Arzt verschiebene, rezeptpflichtige Medikamente, chinesische Publikationen und Medikamente sowie Pornographie.

 

Feiertage

Gesetzliche Feiertage: 1. Jan. 2002 Neujahr. 12. Febr. Chinesisches Neujahr. 23. Febr. Eid al-Adha (Opferfest). 16. März Muharram (Islamisches Neujahr). 29. März - 1. April Ostern. 9. Mai Christi Himmelfahrt. 25. Mai Mouloud (Geburtstag des Propheten). 26. Mai Waisak-Tag (Buddhas Geburtstag). 17. Aug. Unabhängigkeits- und Nationalfeiertag. 5. Okt. Himmelfahrt des Propheten. 6. - 8. Dez. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan). 25. Dez. Weihnachten.
1. Jan. 2003 Neujahr. 1. Febr. Chinesisches Neujahr. 13. Febr. Eid al-Adha (Opferfest). 6. März Muharram (Islamisches Neujahr). 18. - 21. April Ostern. 15. Mai Mouloud (Geburtstag des Propheten). 16. Mai Waisak-Tag (Buddhas Geburtstag). 29. Mai Christi Himmelfahrt. 17. Aug. Unabhängigkeits- und Nationalfeiertag. Okt. Himmelfahrt des Propheten. 25. -27. Nov. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan). 25. Dez. Weihnachten.

Anmerkung: Die oben angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, essen Muslime nicht während des Tages, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch der normale Geschäftsablauf gestört werden kann. Viele Restaurants sind tagsüber geschlossen, und der Genuß von Alkohol und Zigaretten kann begrenzt werden. Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern. Weitere Informationen im Kapitel Welt des Islam (s. Anhang).

 

Gesundheit

Gesundheit:
 

  Vorsichtsmaßnahmen
empfohlen
Impfschein
erforderlich
Gelbfieber   Nein    1 
Cholera   2    2 
Typhus & Polio   Ja    - 
Malaria   3    - 
Essen & Trinken   4    - 

 

[1]: Eine Impfbescheinigung wird von Reisenden verlangt, die aus Infektionsgebieten kommen.

[2]: Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Näheres unter Gesundheit (s. Anhang).

[3]: Malariarisiko ganzjährig landesweit mit Ausnahme der wichtigsten Fremdenverkehrsorte auf Java und Bali sowie im Stadtgebiet von Jakarta. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum soll stark chloroquinresistent und weitgehend resistent gegen Sulfadoxin/Pyrimethamin sein. Auf Irian Jaya wurde die weniger gefährliche Form Plasmodium vivax gemeldet, die ebenfalls chloroquinresistent sein soll.

[4]: Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte vor Gebrauch ebenfalls gekocht werden. Milchpulver oder Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Auch Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten vermieden werden. Fleisch- und Fischgerichte nur heiß und gut durchgekocht essen. Der Genuß von Schweinefleisch, Mayonnaise und rohen Salaten sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.
Bilharziose-Erreger kommen in Zentral-Sulawesi vor. Das Schwimmen oder Waten im Süßwasser sollte vorsichtshalber vermieden werden. Gechlorte und gut gepflegte Schwimmbecken sind ungefährlich.
Hepatitis A und E kommen vor, Hepatitis B ist hochendemisch.
Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor (Übertragungsmonate: September bis März). Erhöhtes Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht von September bis März vor allem in ländlichen Gebieten. Näheres im Kapitel Gesundheit (s. Anhang).
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden sofort ärztliche Hilfe suchen. Weitere Informationen unter Gesundheit (s. Anhang).

Gesundheitsvorsorge: Die medizinische Versorgung ist außerhalb der größeren Städten ungenügend, Behandlungskosten bei Arztbesuchen oder Krankenhausaufenthalten müssen umgehend vor Ort bezahlt werden. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird empfohlen.

 

Anreise

Hinweis: Flug- und Seehäfen, über die die Ein- und Ausreise nach/von Indonesien möglich ist:
Flughäfen: Ambon (Pattimura), Balikpapan (Sepinggan), Bandung (Sastranegara), Batam (Hang Nadim), Biak (Frans Kaisiapo), Denpasar Bali (Ngurah Rai), Jakarta (Soekarno-Hatta), Manado (Samratulangi), Mataram (Selaparang), Medan (Polonia), Padang (Tabing), Pekan-baru (Simpang Tiga), Pontianak (Soepadio), Surabaya (Juanda), Ujung Pandang (Hassanadim).
Seehäfen: Ambon (Ambon), Batu Ampar (Batam), Belawan (Medan), Benoa (Bali), Bitung (Bitung), Padang Bai (Bali), Tanjung Mas (Semarang), Tanjung Perak (Surabaya), Tanjung Pinang (Riau), Tanjung Periok (Jakarta).

Flugzeug: Die nationalen Fluggesellschaften sind Garuda Indonesia (GA) (Internet: www.garuda-indonesia.com) und Merpati Nusantara Airlines (MZ). Garuda bietet Direktverbindungen von Frankfurt/M. nach Jakarta an. Lufthansa, Cathay Pacific (Internet: www.cathaypacific.com), Malaysia Airlines, Singapore Airlines (Internet: www.singaporeair.com) und Thai Airways International fliegen mehrmals wöchentlich von Frankfurt/M. nach Bali/Denpasar, je nach Fluglinie mit Zwischenlandungen in Bangkok, Hongkong, Kuala Lumpur und Singapur.

Durchschnittliche Flugzeiten: Frankfurt - Jakarta: 13 Std 50; Frankfurt - Bali: 14 Std. 15 (reine Flugzeit).

Internationale Flughäfen: Jakarta (CGK) (Soekarno Hatta International) liegt 20 km nordwestlich der Stadt (45 Min. Fahrzeit). Taxistand, Post (08.00-14.00 in Zone B, 08.00-19.00 in Zone D), Banken, Duty-free-Shops, Restaurants, Mietwagenschalter, Tourist-Information, Geschäfte und eine medizinische bzw. Impfungseinrichtung, die 24 Stunden geöffnet ist. Busverbindung zur Stadt, (Flughafenbus: Fahrtzeit 60 Min). Weitere Busverbindungen zum Flughafen vom Jakartaer Bahnhof Gambir und von den Busbahnhöfen Rawamangun und Blok M. Ein Zubringerbus fährt zu Jakartas zweitem Flughafen Halim Perdana Kusuma (HLP), 13 km südöstlich der Stadt (Fahrzeit 45 Min.). Taxis fahren ins Stadtzentrum (Fahrtzeit 45 Min.)
Denpasar (DPS) (Ngurah Rai) liegt 13 km südwestlich der Stadt und ist der Hauptflughafen Balis (Fahrzeit 15 Min.). Duty-free-Shop, Post, Restaurants, Geschäfte, Tourist-Information und Mietwagenschalter. Busse fahren zwischen 04.00 und 22.00 Uhr alle 5 Minuten zur Stadt (Fahrtzeit 30 Min.). Rückfahrt vom Busbahnhof Jegal in der Jalan Imam Bonjal. Taxis fahren nach Denpasar, Kuta, Legian, Nusadua und Sanur.

Flughafengebühren: 100.000 Rp für die Flughäfen Jakarta oder Denpasar, 20.000 Rp für andere Flughäfen; ausgenommen sind Kinder unter zwei Jahren und Transitpassagiere.

Schiff: Internationale Häfen s. o. Schnellfähren verkehren regelmäßig zwischen Belawan (Sumatra) und Penang in West-Malaysia. Es gibt auch Fährverbindungen zwischen Mandalo (Sulawesi) und den Philippinen.

Passagierlinien: Cunard, Hapag-Lloyd Kreuzfahrten, Norwegian American, Orient Lines, Peter Deilmann, P&O, Radisson Seven Seas, Royal Viking und Windjammer Cruises.

Bahn: Züge der National Railroad of Indonesia verkehren täglich zwischen Belawan (Sumatra) und Penang (West-Malaysia).

Bus/Pkw: Indonesiens einzige internationale Landesgrenzen befinden sich zwischen Kalimantan und den malaysischen Bundesstaaten Sarawak und Sabah auf der Insel Borneo und zwischen West Papua (Irian Jaya) und Papua-Neuguinea. Es gibt keine Straßenverbindungen nach Sabah; die wenigen, schlecht instandgehaltenen Straßen nach Sarawak sind nicht für die Einreise nach Indonesien anerkannt.

 

Inlandsverkehr

Anmerkung: Das Sicherheitsrisiko ist wegen der gestiegenen Kriminalitätsrate für Individualtouristen größer als für Reisende, die Indonesien im Rahmen eines Pauschalangebotes besuchen.
Reisen in die Gebiete West Papua (Irian Jaya) und in die Provinz Aceh (Nord-Sumatra) sind mit besonders hohen Risiken verbunden; eine Sondergenehmigung ist erforderlich (s. Reisepaß/Visum). Reisen auf die Molukken (insbesondere Ambon), nach Westtimor und in den Bezirk Sambas in West-Kalimantan (Borneo) werden ebenso als ausgesprochen risikoreich eingestuft.

Flugzeug: Indonesien hat ein gutes nationales Flugnetz, das die meisten größeren Städte mit Jakarta verbindet. Inlandsflüge starten von Terminal 1 von Jakartas Soekarno Hatta International. Bouraq Indonesia Airlines (BO), Garuda Indonesia (GA), und Merpati Nusantara Airlines (MZ) (Internet: www.merpati.co.id) betreiben den Inlandflugverkehr.
Der Asean Air Pass bietet Ermäßigungen auf Inlandflügen. Der Paß ist nur außerhalb Indonesiens erhältlich und je nach Preis für Besuche von 1-5, 2-10 oder 3-35 Städten gültig. Weitere Auskünfte erteilt Garuda Indonesia.

Flughafengebühren: 11.000 Rp von Jakartas Soekarno Hatta International, 9.000 Rp von allen anderen Flughäfen. Ausgenommen sind Kinder unter 2 Jahren.

Schiff: Es gibt Fährverbindungen nach Sumatra, Sulawesi und Kalimantan. Eine regelmäßige Fährverbindung besteht zwischen Ketapang (Java) und Gilimanuk (Bali). Die staatliche Reederei PELINI läuft mit ihren sechs modernen Fähren alle größeren Häfen Indonesiens an. Luxuskreuzfahrten werden zu verschiedenen Zielen angeboten, u.a. von Bali aus zu den östlichen Inseln. Weitere Informationen von Indonesia Tourism Promotion Office (s. Adressen).

Bahn: Das indonesische Eisenbahnnetz umfaßt etwa 7000 km Schienenweg auf Sumatra, Madura und Java. Auf Sumatra bestehen Zugverbindungen zwischen Belawan, Medan und Tanjong Balai/Rantu Prapet im Norden (2-3 x täglich) und Palembang und Panjang im Süden (3 x täglich). Ein ausgedehntes Bahnnetz steht auf Java zur Verfügung. Es gibt mehrere Expreßverbindungen; der Bima Express, der Speise- und Schlafwagen hat, verbindet Jakarta mit Surabaya. Es gibt drei verschiedene Klassen, die 1. Klasse (Eksekutif) ist grundsätzlich klimatisiert, und eine Mahlzeit wird angeboten. Abteile der 2. Klasse (Bisnis) haben zumeist Ventilatoren.

Bus/Pkw: Etwa die Hälfte des über 378.000 km umfassenden Straßennetzes ist asphaltiert. Java hat das beste Straßennetz; Bali und Sumatra folgen an zweiter Stelle. Der Straßenzustand auf den anderen Inseln ist zum Teil ungenügend. Auf einigen Hauptstraßen besteht Mautpflicht. Linksverkehr. Bus: Fernbusse verkehren zwischen den meisten Städten, für umständliche Fahrten mit mehrmaligem Umsteigen muß man allerdings oft mehr als einen Tag berechnen. Die Fahrt mit dem Bus von Jakarta nach Bali dauert 2 Tage. Öffentliche Busse sind oft überfüllt, allerdings betreiben Privatfirmen auf vielen Strecken auch bequemere Reisebusse, für die die Karten zumeist am Vortag gebucht werden müssen. Kleine Mahlzeiten sind auf Langstrecken oft im Preis inbegriffen, und viele dieser Privatbusse bieten Klimaanlage, Video und WC. Bis Malam-Nachtbusse, Bemos und Colts (Minibusse) stehen an Hotels, Flughäfen, in Städten und Touristengebieten zur Verfügung. Taxis sind in allen kleinen und großen Städten zu finden - nur wenige haben Taxameter. Aus Sicherheitsgründen ist es ratsam, Taxis beim Hotelempfang oder telefonisch bei einem Taxiunternehmen zu bestellen, und sie nicht auf offener Straße herbeizurufen. In vielen Städten verkehren außerdem Becaks (Fahrrad-Rikschas) und Bajajs (Motor-Rikschas), die für Einzelfahrten oder stundenweise gemietet werden können. Becak- und Bajaj-Fahrpreise müssen im voraus ausgehandelt werden. Mietwagen: Werden von einheimischen Firmen angeboten. Wagen mit Fahrer, Motorräder und Fahrräder können stunden- oder tageweise zum Fixpreis gemietet werden. Unterlagen: Internationaler Führerschein.

Stadtverkehr: Jakarta ist die einzige Stadt des Landes mit einem gut funktionierenden Linienbusnetz. Hier fahren Doppeldeckerbusse. In Jakarta verkehren auch Bajaj (motorisierte, dreirädrige Gefährte mit Platz für zwei Fahrgäste), die stundenweise oder für Einzelfahrten mietbar sind. Der Preis sollte vor Fahrtantritt vereinbart werden. Außerdem verkehren Taxis, Becaks und Minibusse.

 

Unterkünfte

Hotels: Internationale Hotels gibt es in allen Großstädten und Touristenzentren, einige bieten auch einen Konferenz-Service an. Die Hotelsteuern sind hoch (10% Bedienung, außerdem 10% Steuer). In vielen Touristengegenden, z. B. auf Bali, ist von Hotels der internationalen Luxusklasse bis zu Strandhütten fast jede Art von Unterkunft erhältlich. Auch Hotels der Mittelklasse haben oft Swimmingpools und verleihen die gängigsten Sportausrüstungen. Kategorien: Hotels sind nach vorhandenen Einrichtungen eingestuft. Weitere Informationen erteilt die National Hotel Association, Wisma Nugra Santana, 4th Floor, Jendral Sudirman 8, Jakarta 10220. Tel: (021) 570 69 09. Fax: (021) 570 68 88.

Hinweis: Bei Time-Sharing-Verträgen ist größte Vorsicht vor Betrügerfirmen geboten.

 

Ausflugsziele

Java: Die Hauptstadt Jakarta bietet eine faszinierende Mischung verschiedenster Einflüsse. Sehenswert ist die Altstadt mit Bauwerken aus der niederländischen und portugiesischen Kolonialzeit. Das Nationaldenkmal erhebt sich 140 m über dem Merdeka-Platz und ist mit einer vergoldeten »Flamme« gekrönt. Das Central Museum hat eine gute völkerkundliche Abteilung und zeigt u.a. Skulpturen aus vor-hinduistischer Zeit. Die Portugiesische Kirche mit der riesigen niederländischen Pumporgel (1695) ist ebenfalls einen Besuch wert. Die moderne Istiqlal-Moschee im Zentrum der Stadt ist eine der größten der Welt. Sehenswert sind auch der Antiquitätenmarkt in der Jalan Surabaya (Surabaya Straße) und die unzähligen Batikfabriken im Karet-Viertel. Im Südosten der Stadt liegt Taman Mini Indonesia Indah, ein 100 Hektar großer Themenpark, der einen Überblick über die kulturell teilweise sehr unterschiedlichen 26 indonesischen Provinzen bietet. Jede Provinz ist in Taman Mini durch ein maßstabsgetreues Haus im jeweiligen traditionellem Baustil vertreten, in den Häusern werden auch Austellungen traditioneller Kleidung und Handwerkskünste der jeweiligen Region gezeigt. Die meisten Häuser bieten auch kulturelle Vorführungen an, einen Veranstaltungskalender ist bei der Tourist-Information erhältlich. Das Jakartaer Kulturzentrum gehört zu den größten in Südostasien.
180 km von Jakarta entfernt liegt Bandung, die Hauptstadt West Javas und drittgrößte Stadt in Indonesien. Wegen seines europäischen Ambientes, des angenehmen Klimas und der vielen Parks und Gärten wurde Bandung in kolonialen Zeiten auch 'das javanische Paris' genannt. Viele Wohnviertel sind auch heute noch durch die niederländische Kolonialarchitektur geprägt. Bandung ist heute vornehmlich ein Wissenschafts- und Wirtschaftzentrum. Mehrere Universitäten und technische Institute sind hier angesiedelt, unter anderem das bekannte Institut Teknologi Bandung (ITB). 1955 war Bandung Gastgeber der Afro-Asian Conference. Neben Wirtschaft und Wissenschaft bietet Bandung jedoch auch hervorragende Einkaufsmöglichkeiten, besonders für Schuhe, Textilien und Kleider. In der Jalan Cihampelas, auch 'Jeans Street' genannt, werden alle Arten von Jeans und T-Shirts angeboten. Es gibt eine Reihe von modernen Einkaufszentren, das größte und bekannteste ist das Bandung Indah Plaza.
Der 1755 gegründete Stadtstaat Yogyakarta (oft auch Yogya genannt) liegt in Zentraljava und ist eines der wichtigsten Kulturzentren in Java. Die traditionellen javanesischen Künste sind hier festverwurzelt, und Yogyakarta beherbergt mehrere Kunst- Musik- und Tanzhochschulen, sowie die prestigereiche Gaja Madah Universität. Besonders sehenswert ist der alte Sultanspalast (Kraton), der im Laufe der Jahrhunderte zu einem Symbol für den javanesischen Widerstand gegen den Kolonialismus wurde. Empfehlenswert ist auch der Wasserpalast Saman Tari und der Vogelmarkt Pasar Burung. In Yogyakarta kann man schöne Batikstoffe kaufen, es gibt eine Reihe von Künstlerwerkstätten, die sich auf die verschiedensten Batikarten spezialisieren. Beliebte Souvenirs sind auch Gegenstände und Schmuck aus feinstem Filigransilber. Kota Gede, in der Nähe von Yogya gelegen, ist besonders bekannt für seine Silberfabriken.
13 km von Yogyakarta entfernt liegt der riesige Prambanan-Tempelkomplex, der zu Ehren der Hindu-Götter Shiva, Brahma und Vishnu gebaut wurde. Der im 10. Jh. errichtete Loro-Jonggrang-Tempel gilt als der schönste Hindutempel Indonesiens. Auf einem Hügel westlich von Yogyakarta liegt Borobodur, das wohl größte buddhistische Heiligtum der Welt, mit Steinreliefs von insgesamt über 5 km Länge. Der Königliche Mangkunegaran-Palast in Surakarta ist heute ein Museum, in dem Tanzornamente, Schmuck und königliche Kutschen aus dem 19. Jahrhundert ausgestellt sind. Mount Bromo, im Osten Javas, ist ein noch heute aktiver Vulkan. Von Surabaya aus kann man Ausflüge auf dem Pferderücken zum Kraterrad unternehmen. Im August und September ist Madura Schauplatz von Ochsenrennen. Höhepunkt der Ochsenrennen ist der zwei Tage und Nächte dauernde Karneval der Stadt Pamekasan.

Sulawesi: Auf der »Orchideeninsel« Sulawesi erwarten den Besucher majestätische Berge, dunstige Täler sowie zahlreiche Seen, Geysire und heiße Quellen, von denen die bekanntesten bei Makule, Kuramengan, Lahendong, Kinilon und Leilem zu finden sind. Im Süden liegt der Naturschutzpark Bantimurung mit tausenden exotischen Schmetterlingen. Torajaland ist als »Land der himmlischen Könige« bekannt; die Einwohner setzen ihre Toten in vertikalen Felsengräbern bei. Im Hafen Pinsa von Ujung Pandang, vormals Makassar, liegen die hölzernen Schoner der berühmten buganesischen Seefahrer vor Anker. Die Festung Fort Rotterdam (1660) wurde von Sultan Ala zum Schutz der Stadt gegen Piraten erbaut. Pferde- und Ochsenrennen sind beliebte Sportarten, in Ranomuut kann man noch traditionelle Pferderennen mit Wagen (Bendi) sehen.

Sumatra: Sumatra ist die zweitgrößte Insel Indonesiens, liegt am Äquator und hat eine vulkanische Gebirgskette, heiße Quellen, unerforschte Dschungelgebiete und riesige Plantagen. Zum Schutz der teilweise vom Aussterben bedrohten einheimischen Tier- und Pflanzenwelt sind zahlreiche Naturschutzgebiete eingerichtet worden. In den Schutzgebieten Bengkulu, Gedung Wani und Mount Loeser werden geführte Safaris angeboten, bei denen man Tiger, Elefanten, Tapire und Nashörner aus der Nähe beobachten kann. Der Toba-See liegt im Krater eines erloschenen Vulkans. Er ist mit 900 m über dem Meeresspiegel einer der höchstgelegenen Seen der Welt. In seiner Mitte befindet sich die bewohnte Insel Samosir. Lingga in der Nähe von Medan ist ein traditionelles karonesisches Dorf mit hölzernen Pfahlbauten. Bei Bukkitinggi erhebt sich die alte Festung Fort de Kock. In der Nähe liegen der Zoo, der Marktplatz, eine restaurierte historische Reisscheune und das Bundo-Kandung-Museum. Die schönsten Strände Sumatras befinden sich an der Ostküste.

Östliche Inseln: MOLUKKEN-ARCHIPEL: Das Archipel besteht aus 1000 größtenteils unbewohnten Inseln. Die bewohnten sind seit dem Ende des Gewürzhandels so voneinander und vom Rest der Welt abgeschnitten, daß jede ihre eigene Kultur und einige auch ihre eigene Sprache erhalten konnten. Halmahera ist die größte der Molukken. An der Küste leben die Nachfahren der Großmächte, die sich im Laufe der Jahrhunderte um die Vorherrschaft im Gewürzhandel stritten - Araber, Gujaratis, Malaien, Portugiesen und Niederländer. Im Binnenland spricht die Bevölkerung eine Sprache, die selbst mit anderen Eingeborenensprachen Indonesiens so gut wie nichts gemeinsam hat. Morotai, im Norden gelegen, war während des 2. Weltkrieges ein japanischer Luftwaffenstützpunkt. Heute werden hier Kopra und Kakao angebaut. Ternate und Tidore sind kleine vulkanische Inseln westlich von Halmahera, die einst als weltgrößte Lieferanten von Gewürznelken Reichtum und Macht erlangten. Weiter südlich liegt Ambon, ein weiterer wichtiger Umschlagplatz des Gewürznelkenhandels, mit seinen 40 niederländischen Festungen aus dem 17. Jahrhundert. Banda in der Banda-See wird oft als die ursprüngliche »Gewürzinsel« bezeichnet und ist für ihre Muskatnuß-Anbaugebiete bekannt. NUSA-TENGGARA-ARCHIPEL: Nusa Penida war einstmals eine Gefängniskolonie und ist heute mit seinen Stränden und seiner dramatischen Küstenlandschaft ein beliebtes Touristenziel. Komodo ist die Heimat der größten und seltensten Warane der Welt, der Komodo-Warane. Sumba ist für ausgezeichnet gewebtes Ikat-Tuch bekannt. Der Mount Keli Mutu erhebt sich in atemberaubender Landschaft. Das faszinierende Farbenspiel der drei Kraterseen ändert sich je nach Sonneneinstrahlung. Die Inseln nördlich von Timor, darunter Solor, Lembata, Adonara, Alor, Wetar und Pantar, werden seltener besucht. Auf den Inseln gibt es zahlreiche historische Festungen, von denen Walfänger zu ihren Expeditionen aufbrachen. Die Lebensweise der Bevölkerung auf Roti, Ndau und Sawu hat sich seit der Bronzezeit kaum verändert, die Inselbewohner sind als ausgezeichnete Musiker und Palmenweber bekannt. Die Terawanen-Inseln sind eine kleine Inselgruppe mit wunderschönen Stränden und Korallengärten. Lucipara hat ausgezeichnete Tauchgründe. Kangean, Tenggaya, Bone Rate und Tukang Besi sind abgelegene Atolle in der Flores- und Banda-See, die der Vorstellung eines tropischen Inselparadieses gerecht werden. West Papua (Irian Jaya) bildet die westliche Hälfte der Insel Neuguinea. Ein Großteil des Landes ist mit undurchdringlichem Regenwald bedeckt. Eine zentrale Gebirgskette zieht sich von Ost nach West mit dem höchsten Berg im Westen, Puncak Jaya (5050 m). West Papua ist eines der letzten unerforschten Gebiete der Welt.

Bali: Die einmalige Landschaft Balis, »Insel der Götter« genannt, besteht aus vulkanischen Bergen, Seen und Flüssen, Reisterrassen, riesigen Obst- und Palmenplantagen und an der Küste aus stillen Buchten mit feinsandigen Stränden. Obwohl die Insel nur 5633 qkm groß ist, hat sie ca. 3 Mio. Einwohner. Im Gegensatz zum übrigen Indonesien sind die Einwohner hier Anhänger des Agama-Hinduismus, einer Variante des Hinduismus. Eine vulkanische Bergkette zieht sich von Ost nach West quer über die Insel. Der kegelförmige Gipfel des mächtigen Gunung Agung (»Heiliger Berg«) erhebt sich 3170 m über dem Meeresspiegel. Nördlich der Bergkette werden Kokosnüsse, Kaffee, Kakao, Nelken und Gemüse angebaut, wo immer der Boden es zuläßt. Die bekanntesten Urlaubsgebiete und der internationale Flughafen liegen im Süden, in der Gegend um Kuta, Sanur und Benoa sowie Nusa Dua jenseits der schmalen Landenge auf der Halbinsel Bukit Badung. Der Nordwesten Balis ist Naturschutzgebiet, das man auf geführten Tagesausflügen erkunden kann.
Tempelfeste und Prozessionen: Auf Bali gibt es tausende von Tempeln, vom großen Heiligen Tempel bei Besakih bis hin zu unzähligen kleinen Dorfaltaren. Allabendlich finden Tempelprozessionen statt, zu denen Balinesen traditionelle Sarongs (ein um die Hüfte geschlungener, bunter Rock) anziehen und bunte, sorgsam bereitete Opfergaben aus Früchten und Blüten für die Götter mitbringen. Auch Touristen dürfen zuschauen, sollten jedoch ebenfalls mit Sarongs bekleidet sein. Zu besonderen Festtagen, zu denen auch Kremationen zählen, werden große Prozessionen mit Tänzen und besonders prunkvollen Opfergaben abgehalten.
Denpasar ist die Inselhauptstadt. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das Bali-Museum, das Zentrum Moderner Kunst und das international bekannte Kerawitan-Konservatorium, eines der Hauptzentren balinesischen Tanzes. Absolut unvergleichlich, besonders bei Sonnenuntergang, ist der Meerestempel von Tanah Lot an der Westküste, unweit von Kediri. In Mengwi liegt der malerische Königstempel Pura Taman Ayun aus dem 17. Jahrhundert. Der heilige Affenwald bei Sangeh, 20 km nördlich von Denpasar, ist ein Waldschutzgebiet, in dessen Mitte sich ein Tempel befindet. Von den Hindus als heilige Tiere verehrt und an Touristen gewöhnt, sind die Affen recht dreist und manchmal aggressiv. Beim Besuch einer der Affenwälder Balis empfiehlt es sich, Brillen, Schmuck und Kameras vor dem Zugriff der neugierigen Primaten in Sicherheit zu bringen. Den in einer unberührten Gebirgslandschaft gelegenen Bratan-See mit dem Ulu Danu-Wassertempel kann man über eine Straße von Bedugul aus erreichen. Das Dorf Ubud ist Mittelpunkt der beachtlichen Künstlergemeinschaft Balis. In einem herrlichen Garten mit Lotosteich steht das Puri-Lukisan-Museum (Palast der Schönen Künste) mit einer vielfältigen Sammlung von Skulpturen und Bildern sowohl alter als auch zeitgenössischer Stilrichtungen. Sehenswert ist auch das Neka Art Museum, in dem von Bali inspirierte Gemälde einheimischer und internationaler Künstler zu sehen sind. Kamasan in der Nähe von Klungkung ist eine weitere Künstlergegend. Bedeutende Kunstgewerbezentren sind Celuk (Silberarbeiten), Mas (Holzarbeiten und Möbel) und Batubulan (Steinskulpturen). Der Eingang der riesigen Goa Gaja (»Elefantenhöhle«) in der Nähe von Bedulu ist mit steingemeißelten Reliefs von Dämonen, Tieren und Pflanzen verziert, gekrönt durch den Kopf eines schauerlichen Ungeheuers. Die Heiligen Quellen von Tampaksiring sollen heilende Kräfte haben und ziehen alljährlich zahlreiche Besucher an. Penelokan bietet einen vortrefflichen Blick auf die schwarzen Lavaströme des Mount Batur. Man kann auch über den Batur-See fahren, um den Krater aus nächster Nähe zu besichtigen. Pura Besakih ist Balis »Muttertempel« aus dem 10. Jahrhundert, hoch an den Hängen des Gunung Agung. Er gehört zu einer großen Tempelanlage mit über 30 Tempeln, die Schauplatz vieler aufwendiger und prunkvoll gefeierter Feste und Jahrmärkte ist. Klungkung ist die alte Hauptstadt der mächtigen Gelgel-Königsdynastie. Sehenswert ist der von einem Wassergraben umgebene, historische Gerichtshof, dessen Decken- und Wandgemälde Strafszenen aus Hindu-Legenden darstellen. Padangbai, ein wunderschönes, tropisches Städtchen an der Ostküste Balis mit üppiger Vegetation hinter dem weißen Sandstrand, ist der Anlaufhafen für Kreuzschiffe auf Bali. Goa Lawah (»Fledermaushöhle«) mit ihren in den Fels gehauenen Altären macht ihrem Namen alle Ehre als heilige Zuflucht für unzählige Fledermäuse. Kusambe ist ein Fischerdorf mit schwarzem Sandstrand. Die Insel Serangan liegt südlich von Sanur und ist wegen der hier gehaltenen Schildkröten auch als »Schildkröteninsel« bekannt. Alle sechs Monate findet hier ein großes Erntedankfest statt, zu dem sich Zehntausende einfinden. Im noch wenig touristisch erschlossenen Norden Balis locken graue Lavasandstrände bei Lovina, das Städtchen Singaraja mit Gebäuden aus der Kolonialzeit, der Pura Beji-Tempel in Sangsit mit schönen Skulpturen, Balis einziger Buddhatempel und der beeindruckende Wasserfall bei Gitgit.

Lombok: 15 Flugminuten (oder eine Überfahrt mit der Fähre) von Bali entfernt liegt Lombok, eine wunderschöne Insel, deren Name »Chilipfeffer« bedeutet. Hier befindet sich einer der größten Vulkane der indonesischen Inselgruppe, der Mount Rindjani, dessen meist wolkenverhangener Gipfel 3745 m hoch ist. Der Norden ist gebirgig mit dichten Wäldern und dramatischen Ausblicken, der Westen besteht aus fruchtbaren Ebenen mit Kokos- und Reisplantagen und Reisterrassen, während der Osten öde und trocken und die Südküste felsig ist. Die Bevölkerung - nur etwa 750.000 Menschen - setzt sich aus islamischen Sasaks, hinduistischen Balinesen und Malaien zusammen. Mataram, die Hauptstadt der Insel, und die geschäftige Hafenstadt Ampenan sind die beiden einzigen größeren Städte der Insel und bieten sich für einen Ausflug an. Auf Lombok findet man auch einige wundervolle Strände, manche mit weißem, andere mit schwarzem Sandstrand, letzteren z. B. bei Ampenan. In Narmada, das über eine gut befahrbare Straße erreicht werden kann, gibt es eine riesige Palastanlage zu bewundern, mit einem »Jungbrunnen«, der für einen balinesischen König errichtet wurde. In Pamenang kann man Boote mieten und mit der Taucherbrille die kristallklare Wasserwelt der herrlich bunten Korallen und neugierigen tropischen Fische erforschen.

 

Essen, Trinken, Einkaufstips,
Sitten, Veranstaltungen etc.

Essen & Trinken: Indonesische Gewürze machen die einheimische Küche, deren Grundlage Reis (nasi) ist, unvergleichlich. Es gibt unzählige Spezialitäten, u. a. Rijstafel (indonesisch-niederländische Mischung aus einer Vielzahl von Fleischsorten, Gemüse, Salaten, Fisch und Curry), Sate (pikant gewürztes, gegrilltes Rindfleisch, Fisch, Schweinefleisch, Hähnchen oder Lamm am Spieß mit Erdnußsoße), Ayam Ungkap (Java; in Öl fritiertes, mariniertes Hähnchenfleisch), Ikan Acar Kuning (Jakarta; leicht marinierter Bratfisch mit einer Soße aus eingelegten Gewürzen), Soto Ayam (Suppe mit Klößchen, Gemüse und Huhn), Gado-Gado (Java; Salat aus rohen und gekochten Gemüsen mit Kokosmilch- und Erdnußsoße), Pempek (Palembang; fritierte Fischbällchen in warmer süßsaurer Essigsoße), Babi Guling (gebratenes Spanferkel) und Opor Ayam (gekochtes Huhn in mild gewürzter Kokosmilch). Fisch und Meeresfrüchte sowie tropisches Obst runden das Speisenangebot ab.
Indonesier mögen ihr Essen sehr gut gewürzt, feuerscharf sind vor allem die kleinen roten und grünen Pfefferschoten, die man häufig in Salaten oder Gemüsen findet. In Restaurants, die an ausländische Touristen gewöhnt sind, ist man jedoch meist auf deren Geschmack eingerichtet. Experimentierfreudige Besucher probieren auch die Spezialitäten der vielen Straßenstände (Warungs). Manche Warungs sind feststehend und haben Tische mit Bänken, an die sich die Gäste setzen können, und bieten z. B. Nasi Goreng (Bratreis mit Gemüse) oder Mie Goreng (gebratene Nudeln) und Getränke an, andere Warungs bestehen nur aus einer größeren Glas- und Holzkiste auf Rädern und sind beispielsweise spezialisiert auf Tahu (Tofu, Sojabohnenkäse) oder Tempe Goreng (Gericht aus fritierten, fermentierten Sojabohnen), Sate, Obst oder Süßigkeiten. Fast jede Geschmacksrichtung internationaler Küche ist in Jakarta vertreten.
Getränke: Einheimisches (z.B. Bintang) und importiertes Bier ist in fast jedem Restaurant erhältlich, in den größeren Restaurants gibt es auch Spirituosen. Alkoholische Spezialität Balis ist der Reiswein Brem, in Süd-Sulawesi gibt es den hochprozentigen Tuak. Tee und Kaffee werden zumeist schwarz und süß getrunken. Überall in Indonesien werden viele verschiedene, äußerst schmackhafte Fruchtsäfte angeboten, z. B. Ananas-, Papaya- Avocado- und Duriansaft.

Nachtleben: In Jakartas Nachtlokalen spielen oft internationale Sänger und Gruppen; die Nachtklubs sind an Wochenenden bis 04.00 Uhr geöffnet. Die Stadt hat über 40 Kinos, einige davon zeigen Filme in englischer Sprache oder mit englischen Untertiteln. Viele größere Hotels, besonders auf Bali, bieten Tanzaufführungen an (siehe Land & Leute), begleitet von den typisch indonesischen Gamelan-Orchestern. Das ganze Jahr über finden vielerorts Mondscheinfeste statt, am besten erkundigt man sich an Ort und Stelle. Indonesisches Schattentheater ist weltberühmt. Vorsicht vor Falschspielerbanden, die versuchen, Touristen um ihr Geld zu bringen. Da Glücksspiele in ganz Indonesien verboten sind, machen sich auch die Geschädigten strafbar.

Einkaufstips: Schöne Mitbringsel sind Batikstoffe, Holzschnitzarbeiten, Silberschmuck, Stroh- und Bastkörbe, Bambusartikel, Krise (kleine Dolche), Gemälde und gewebte Stoffe. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 10.00-22.00 Uhr. Märkte sind frühmorgens und abends geöffnet.

Sport: Wassersport: Indonesien ist ein Paradies für Windsurfer, besonders beliebt sind die Inseln Bali (Ulu Watu, Kuta), Bintan, Java, Lombok, Sumatra, Sumbawa, Flores and Sumba. Zwischen April und September gibt es die beste Brandung. Spezielle Surf Camps wie Lagundri Bay (Nias) oder Cempi Bay (Sumbawa) bieten einfache Unterkunft und Verpflegung. Schwimmen: Die herrlichen Strände bieten unbegrenzte Badefreuden, außerdem haben viele Hotels Swimmingpools. Tauchen: Indonesien bietet erstklassige Tauchgründe. Der französische Meeresforscher Jacques Cousteau nahm einige seiner berühmten Unterwasserfilme bei den Tukang Besi-Inseln auf. In den meisten größeren Strandurlaubsorten gibt es Tauchzentren, die Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene anbieten. Bergsteigen: Indonesiens zahlreiche Vulkangipfel eignen sich für ausgedehnte Bergwander- und Trekkingtouren. Golfplätze findet man in den Touristenzentren. Reiten: In den Sportanlagen im International Saddle Club in Jakarta kann man auch Reitunterricht nehmen.
Publikumssport: Pferderennen finden jeden Sonntag nachmittag in Pulo Mas, JLJ Ahmed Yani, statt. Jai Alai (dem baskischen Pelota ähnlich) wird täglich in Halai Jaya Ancol, Bina Ria und Tanjung gespielt. Hahnenkämpfe sind zwar verboten, finden aber dennoch auf Java und auf Bali statt. Chinesische Schattenbox-Wettkämpfe werden in Loki Sari und JL Mangga Besar ausgetragen.

Veranstaltungskalender: 14. Jan. 2002 Lomban Festival, Jepara. 1. März - 30. April Nyepi - Tag der Stille (balinesisches Neujahr), inselweit in Bali. 26. Mai Waisak Festival (Feier zur Geburt, Erleuchtung und Tod Buddhas), Borobudur Tempel. 15. Juni Grebek Maulud (religiöses Fest), Surakarta. 16. Juni Bali Arts Festival, Denpasar. 1. - 31. Juli Krakatau International Kite Festival (Papierdrachenfest), Pagandaran Beach, West Java. 2. - 12. Aug. Galungan und Kuningan Festival (religiöses Fest), Bali. 5. Nov. Potang Balimu (Beginn des Ramadan, gefeiert mit einer Badezeremonie), Kampar. 9. Dez. Wayang Kulit (Schattenspiel), Yogyakarta.
Genaue Daten sowie Einzelheiten weiterer Veranstaltungen vom Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).

Land & Leute: In Indonesien gibt es über 200 unterschiedliche Sprachen und Dialekte. Seit der Unabhängigkeit haben viele Indonesier einen starken Nationalstolz entwickelt. An den überlieferten Tänzen und den traditionellen Techniken der Malerei, Holschnitzerei und Bildhauerei wird weiterhin festgehalten. Tanzen ist in Indonesien eine wichtige Kunstform und wird von frühester Kindheit an gefördert und praktiziert. Das umfassende Repertoire basiert auf alten Legenden und Überlieferungen. Aufführungen finden in Dorfhallen und auf Dorfplätzen statt, außerdem in einigen der führenden Hotels. Einige der berühmtesten Tänze Balis sind der Legong, ein langsamer, graziöser Tanz göttlicher Nymphen; der Baris, eine rasante, lautstarke Darstellung männlichen, kriegerischen Verhaltens, und der Jauk, fesselnder Solotanz eines maskierten und reich kostümierten Dämons. Beim dramatischen Kecak-Tanz mit 100 oder mehr Teilnehmern agieren nur mit Lendenschurz bekleidete junge Männer als wilde Affenschar, Untertanen des hinduistischen Affengottes Hanuman.
Indonesische Gamelan-Orchester bestehen in erster Linie aus verschiedenen Xylophon-ähnlichen Schlaginstrumenten, Flöten und Instrumenten, die der Harfe ähneln. Diese Klänge sind in vielen indonesischen Geschäften und Restaurants zu hören und gehören zu jeder Tanz- und Schattentheateraufführung.
Schattentheaterstücke werden landesweit aufgeführt, hierfür werden die traditionellen Wayang-Kulit-Schattenpuppen aus Holz und Leder benutzt. Gegenstand der Stücke sind oft die Geschichten der Ramayana und Mahabharata, berühmte alte Hindu-Legenden. Es werden jedoch auch moderne Stücke gezeigt. Für Besucher, die kein indonesisch verstehen, ist es am interessantesten, hinter der Bühne zu sitzen, weil man dort dem Puppenspieler am besten bei seiner Arbeit zusehen kann.
Bei Ticket- und Hotelbuchungen innerhalb Indonesiens wird oft nur der Vorname verwendet. In Gesellschaft ist man oft recht formell, zum Beispiel sollte man bei einer Mahlzeit nicht mit dem Essen oder Trinken anfangen, bevor der Gastgeber dazu auffordert. Man sollte nie mit dem Finger auf Personen oder Gegenstände zeigen oder Kinder am Kopf berühren. Essen oder Geld wird immer mit der rechten Hand genommen oder gegeben. Indonesier sind höflich und freundlich und erweisen Ausländern, denen sie vertrauen, unzählige Gefälligkeiten und Freundschaftsdienste. Händeschütteln zur Begrüßung ist gebräuchlich. Bei Einladung in ein Privathaus ist ein Geschenk gern gesehen. Legere Kleidung ist üblich, aber einige elegante Etablissements erwarten Abendgarderobe zu den Mahlzeiten. Islamische Sitten und Gebräuche, die die Bekleidung der Frauen betreffen, sollten beachtet werden. Tempel sollten nur mit Sarong und Schultern/Arme bedeckenden Oberteilen betreten werden. Trinkgeld ist üblich, aber nicht obligatorisch. In manchen Hotels und Restaurants werden für Bedienung 10% extra berechnet.

 

Wirtschaft

Wirtschaft: Erdöl und Erdgas erbringen etwa 30% der Exporteinnahmen und des Bruttoinlandsproduktes. Da die Einnahmen aus Erdöl- und Erdgasverarbeitung langsam abnehmen, ist die Regierung bemüht, die wirtschaftliche Basis zu erweitern. Indonesien hat ein gewaltiges Wirtschaftspotential durch bedeutende Zinn-, Bauxit-, Nickel-, Kupfer- und Goldvorkommen. Es gehört zu den führenden Gummiproduzenten der Welt und ist ein wichtiger Kaffee- und Teelieferant. Die verarbeitende Industrie wächst ständig und hat sich durch zunehmenden Export ihrer Produkte zu einer beachtlichen Devisenquelle entwickelt. Waldgebiete bedecken etwa zwei Drittel des Landes. Haupterzeugnisse der Landwirtschaft, in der die meisten Erwerbstätigen beschäftigt sind, umfassen Reis, Mais, Kokosnüsse, Bananen und Zucker. Die Fischerei ist ebenfalls von Bedeutung. Die wichtigsten Handelspartner Indonesiens sind Japan, die USA, Singapur, Deutschland und Australien. Nachdem Indonesien von der asiatischen Währungs- und Wirtschaftskrise am stärksten betroffen war, gibt es nun Anzeichen einer Erholung und einer gewachsenen Nachfrage. Erste positive Ergebnisse der von der neuen Regierung Wahid verstärkt fortgeführten Reformanstrengungen zeigen sich unter anderem in wichtigen neuen Wirtschaftsgesetzen wie dem Anti-Monopol-Gesetz, Verbraucherschutzgesetz und dem Anti-Korruptionsgesetz sowie verbesserten Rahmenbedingungen für ausländische Direktinvestitionen. Die Inflationsrate erreichte 1999 mit ca. 2% (im Vergleich zu rund 77% des Vorjahres) einen Tiefstand, und der Wechselkurs der Rupiah konnte 1999 - nach extremen Schwankungen in 1997 und 1998 - einen Höchststand verzeichnen. Positive Impulse verspricht auch die Unterzeichnung einer neuen Absichtserklärung mit dem Internationalen Währungsfond (IWF), die eine beschleunigte Fortführung der Strukturreformen vorsieht. Kaum Fortschritte gab es bislang hingegen bei der Restrukturierung der meist ungesicherten Auslandsverbindlichkeiten des Privatsektors. Auch die Neuordnung des Bankensektors kommt nur schleppend voran, was dazu führt, daß die internationalen Handelsfinanzierungen für indonesische Unternehmen aufgrund mangelnden Vertrauens des Auslands in das gegenwärtige Bankensystem zum Erliegen kommen. Laut Weltbank ist ein Viertel der Bevölkerung Indonesiens von Armut bedroht, ein Anstieg der Arbeitslosenquote auf über 20 % wird erwartet.

Geschäftsverkehr: Geschäfte sollten durch Vertreter im Land abgewickelt werden und gehen oft langsam voran. Geschäftsbriefe und -broschüren sollten in Englisch abgefaßt sein und Preise auch in US-Dollar angegeben werden. Visitenkarten sind allgemein üblich. Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.-17.00 Uhr. Einige Büros sind auch Samstag vormittags geöffnet. Behörden: Mo-Do 08.00-14.30 Uhr, Fr 08.00-12.00 Uhr.

Kontaktadressen: Handelsabteilung der Indonesischen Botschaft, Lehrter Straße 16-17, D-10557 Berlin. Tel: (030) 47 80 72 31/32/33. Fax: (030) 44 73 71 42. Internet: www.kbri-berlin.org
Handelsabteilung der Indonesischen Botschaft, Gustav-Tschermak-Gasse 5-7, A-1180 Wien. Tel: (01) 4 76 23. Fax: (01) 479 05 57. Internet: www.kbriwina.at
Handelsabteilung der Indonesischen Botschaft, Elfenauweg 51, CH-3006 Bern. Tel: (031) 352 09 83. Telefax: (031) 351 67 65. E-Mail: kbribern@bgb.ch
Kamar Dagang dan Industri Indonesia (KADIN) (Indonesische Industrie- und Handelskammer), Chandra Building, 3rd-5th Floors, Jalan M. H. Thamrin 20, Jakarta 10350. Tel: (021) 32 40 00. Fax: (021) 315 02 41. Internet: www.kadin.net.id

 

Klima

Klima: Tropisches Monsunklima mit ausgeprägten regionalen Unterschieden. Der Ostmonsun bringt das trockenste Wetter (Mai - Oktober), der Westmonsun die Regenzeit (Dezember - März). Im Westen ganzjährige Niederschläge. Kühler in den Bergen.

 

Kontaktadressen

Lage: Südostasien.

Offizieller Staatsname: Republik Indonesien.

Indonesian Culture and Tourism Board: Gedung Sapta Pesona, Jalan Medan Merdeka Barat 17, ID-Jakarta 10110
Tel: (021) 383 80 00, 38 38 11 28. Fax: (021) 3 84 25.
Internet: www.indonesiatourisminfo.com oder www.budpar.go.id oder www.my-indonesia.info

Indonesia Tourism Promotion Board (ITPB): Wisma Nugra Santana Building, 9th Floor, Jalan Jend Sudirman Kav 7-8, ID-Jakarta 10220
Tel: (021) 570 48 79. Fax: (021) 570 48 55.
E-Mail: itpb@cbn.net.id
Internet: www.goindo.com

Botschaft der Republik Indonesien: Lehrter Straße 16-17, D-10557 Berlin
Tel: (030) 47 80 70. Fax: (030) 44 73 71 42. Konsularabt.: Tel: (030) 47 80 72 73.
E-Mail: info.kbre@berlin.de
Mo-Do 09.00-12.30 und 14.30-15.30 Uhr, Fr 09.00-12.00 Uhr.
Generalkonsulate in Hamburg (Tel: (040) 51 20 71/73) und Frankfurt/M. Honorargeneralkonsulat in Stuttgart (Tel: (0711) 797 07 88). Honorarkonsulate in Bremen, Hannover, Kiel und München.

Botschaft der Republik Indonesien: Gustav-Tschermak-Gasse 5-7, A-1180 Wien
Tel: (01) 47 62 30. Fax: (01) 479 05 57. Konsularabt.: Tel: (01) 476 23 61.
E-Mail: unitkom@kbriwina.at oder kbriwina@aon.at
Internet: www.kbriwina.at
Mo-Fr 08.30-12.30 und 13.30-16.30 Uhr. Konsularabt.: Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr.
Honorargeneralkonsulat in Salzburg.

Botschaft der Republik Indonesien: Elfenauweg 51, CH-3006 Bern
Tel: (031) 352 09 83. Fax: (031) 351 67 65.
E-Mail: kbribern@bgb.ch
Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr. Konsularabt.: 09.00-12.00 Uhr.

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland: Jalan M.H. Thamrin 1, ID-Jakarta 10310
Tel: (021) 390 17 50. Fax: (021) 390 17 57.
E-Mail: germany@rad.net.id
Internet: www.germanembjak.or.id
Honorarkonsulate in Medan, Sanur/Bali und Surabaya.

Botschaft der Republik Österreich: 44 Jalan Diponegoro, ID-Jakarta
Tel: (021) 33 80 90. Fax: (021) 390 49 27.
E-Mail: jakarta-ob@bmaa.gv.at
Konsularagentur der Schweiz auf Bali, ist auch für österreichische Staatsbürger zuständig.

Botschaft der Schweizerischen Eidgenossenschaft: Jalan H. R. Rasuna Said, Blok X 3/2, Kuningan, ID-Jakarta-Selatan 12950
Tel: (021) 525 60 61, 520 74 51. Fax: (021) 520 22 89.
E-Mail: vertretung@jak.rep.admin.ch
Internet: www.swissembassy.or.id
Konsularagentur auf Bali.

Landesvorwahl: 62.

 

 




Zur?ck zur Startseite Eine Seite zur?ck Zum Seitenanfang zur?ck Diese Seite weiter empfehlen Zu dieser Seite eine Anfrage per Email stellen Hilfe anzeigen